MARKTWERT 2026

Opel Manta B

Coupé und CC · 1,2 bis 2,0 Liter · GT/E und GSi · 1975–1988

Opel Manta B Coupé, klassische Aufnahme aus Wikimedia Commons
Foto: Kroelleboelle · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Der Opel Manta B ist die zweite Generation des Opel-Coupés auf Basis des Ascona B. Er wurde von August 1975 bis August 1988 gebaut, laut Opel in 557.940 Exemplaren (andere Quellen nennen 534.634) einschließlich des ab 1978 angebotenen Fließheck-Modells Manta CC. Mit 13 Produktionsjahren ist er laut Opel die am längsten gebaute Pkw-Generation der Marke. Die Spanne reicht vom 1,2-Liter-Basismodell über die Berlinetta-Ausstattung bis zum GT/E mit Einspritzmotor, der ab Herbst 1984 GSi hieß. Die Chromradar-Werteleiter für die gängigen Volumenversionen reicht je nach Zustand von 1.500 bis 24.000 Euro.

Marktwerte nach Zustand

Marktwert-Range mit ±15% Schwankungsbreite. Tatsächlicher Wert variiert je nach Laufleistung, Historie, Originalität und Region.

Zustand Marktwert-Range
Zustand 1 (Topzustand) 20.400 – 27.599 €
Zustand 2 (Gut) 11.900 – 16.099 €
Zustand 3 (Gepflegt) 6.800 – 9.200 €
Zustand 4 (Alltag) 3.400 – 4.600 €
Zustand 5 (Restobjekt) 1.275 – 1.724 €
Bauzeitraum
1975 – 1988
Versicherung (Zustand 2)
280–392 €/Jahr
Produktionszahl
557.940 laut Opel; andere Quellen nennen 534.634 (davon 439.518 Coupé und 95.116 CC)
H-Kennzeichen ab
2005

Über den Opel Manta B

Der Manta B löste im August 1975 den Manta A ab. Wie sein Vorgänger war er die Coupé-Variante des gleichzeitig vorgestellten Ascona B und technisch weitgehend mit ihm identisch; beide nutzten die überarbeitete GM-H-Plattform. Gegenüber dem Manta A wuchs der Radstand, die Form wurde gestreckter, dazu kamen große Rechteckscheinwerfer und ein in die Karosserie integrierter Überrollbügel. Premiere hatten Ascona B und Manta B auf der IAA 1975. Zum Start gab es die Ausführungen Manta, L, Berlinetta, SR und GT/E. Die Berlinetta war die Komfortausstattung mit Velourpolstern, Sportfelgen und Sportlenkrad. Ab September 1978 ergänzte der Manta CC (Combi-Coupé) mit großer Heckklappe und umklappbarer Rückbank das Stufenheck-Coupé.

Motorseitig reichte das Programm anfangs vom 1,2-Liter-OHV-Motor mit 55 PS über die CIH-Motoren mit 1,6 und 1,9 Litern bis zum 1,9 E mit L-Jetronic und 105 PS im GT/E. Zum Modelljahr 1978 ersetzten 2,0-Liter-CIH-Motoren die 1,9-Liter-Versionen; der 2,0 E mit 110 PS wurde laut Auto Zeitung zum meistbestellten Motor des Manta B. Ab 1979 kamen OHC-Motoren mit 1,3 Liter hinzu, ab 1982 ein 1,8-Liter-OHC mit 90 PS. Ab Herbst 1982 gab es ein Fünfganggetriebe, im GT/E serienmäßig. Im Herbst 1984 wurde der GT/E in GSi umbenannt, ab 1985 ergänzt um den von Irmscher veredelten GSi Exclusiv. Darüber standen der Manta 400 (Gruppe-B-Homologation, 2,4 Liter, 144 PS, 245 Exemplare bis 1984) und Irmscher-Sondermodelle wie i200, i240 und i300.

Gebaut wurde der Manta B zunächst in Bochum und Antwerpen, ab 1982 ausschließlich in Antwerpen; dort lief am 28. August 1988 der letzte vom Band. Nachfolger war der 1989 vorgestellte Calibra. In den 1980er- und 1990er-Jahren wurde der Manta B zum Kultobjekt der Tuningszene und zur Zielscheibe von Klischees und Witzen. Viele Autos rosteten laut Hagerty schon wenige Jahre nach der Auslieferung sichtbar, gut erhaltene, unverbastelte Exemplare sind deshalb selten.

Motorisierungen

  • → 1,2 N OHV 55 PS (1976–1979) und 1,2 S OHV 60 PS (1975–1979), Vergaser
  • → 1,3 N OHC 60 PS (1979–1980) und 1,3 S OHC 75 PS (1980–1986), Vergaser
  • → 1,6 N CIH 60 PS (1975–1980) und 1,6 S CIH 75 PS (1975–1976), Vergaser
  • → 1,8 S OHC 90 PS (ab 1982), Registervergaser
  • → 1,9 N CIH 75 PS (1976–1980), 1,9 S CIH 90 PS (1975–1978), Vergaser
  • → 1,9 E CIH 105 PS (1975–1977), Bosch L-Jetronic, im GT/E
  • → 2,0 N CIH 90 PS (1978–1980) und 2,0 S CIH 100 PS (1977–1983), Registervergaser
  • → 2,0 E CIH 110 PS (1977–1988), L-Jetronic, ab Herbst 1982 LE-Jetronic; ab 1987 mit ungeregeltem Katalysator 107 PS
  • → Manta 400: 2,4-l-16-Ventiler 144 PS (1981–1984, 245 Exemplare)

Karosserie-Varianten

  • → Coupé mit Stufenheck, 2-türig (1975–1988)
  • → Manta CC (Combi-Coupé) mit Heckklappe, 3-türig (September 1978–1988)

Typische Schwachstellen

Vor dem Kauf besonders auf diese bekannten Schwachstellen achten:

  • ! Rost an den typischen Stellen: Schweller, Radlaufkanten, Türunterkanten und Fensterrahmen, außerdem am Fuß der C-Säulen, in der Ersatzradmulde und an den Übergängen zwischen Heck- und Seitenblechen.
  • ! Unterboden prüfen: Sitzhalterungen und Wagenheberaufnahmen können durchrosten; unter einem Vinyldach gammelt das Blech oft unbemerkt.
  • ! Vorderwagen: Blinkerhalterungen, Stoßdämpferdome, Frontschürze über den Scheinwerfern und die Versteifungsstreben der Motorhaube sind rostgefährdet.
  • ! Motor: Ölverlust ist das häufigste Problem. Die OHC-Motoren 1,3 N, 1,3 S und 1,8 S neigen zu Haarrissen im Zylinderkopf; Vergaser können undicht sein und ausgeschlagene Wellen haben.
  • ! Antrieb und Fahrwerk: ausgeschlagene Mittellager der Kardanwelle, dazu Querlenkerbuchsen und Radlager als Verschleißteile. Geräusche aus Getriebe oder Differenzial deuten auf ein hart genutztes Auto.
  • ! Getunte und tiefergelegte Autos: Rost unter Anbauteilen und häufiger Karosserierisse; Motorumbauten sind verbreitet.
  • ! Teileversorgung: Technikteile sind dank Ascona-B-Gleichteilen gut erhältlich, Karosserieteile, kleine Zierteile, Innenraumstoffe und die Rechteckscheinwerfer sind dagegen schwer zu bekommen.

Worauf beim Kauf achten

  • ✓ Die Ausstattung bestimmt den Preis: GT/E und GSi sind die gesuchten Versionen und liegen spürbar über Basis- und Berlinetta-Modellen; Irmscher-Sondermodelle und der Manta 400 bilden einen eigenen Markt.
  • ✓ Den Wagen gründlich auf Rost untersuchen lassen, vor allem Schweller, Radläufe, Unterboden mit Sitz- und Wagenheberaufnahmen und den Vorderwagen.
  • ✓ Auf Originalität achten: Viele Manta B wurden getunt, tiefergelegt oder mit Fremdmotor versehen. Unverbastelte Autos sind selten und gesuchter.
  • ✓ Fünfganggetriebe (ab Herbst 1982) ist angenehmer zu fahren als das Viergang-Getriebe; Automatik-Manta sind selten.
  • ✓ Ölverlust und Zylinderkopf (bei 1,3- und 1,8-Liter-OHC) prüfen, Wartungsnachweise erfragen.
  • ✓ Seltene Innenraumstoffe, Zierteile und Rechteckscheinwerfer auf Vollständigkeit prüfen, Ersatz ist schwer zu finden.
  • ✓ H-Kennzeichen: Die ersten Manta B erreichten ab August 2005 das Mindestalter von 30 Jahren, inzwischen gilt das für alle Baujahre bis 1988. Voraussetzung ist ein Oldtimergutachten mit weitgehend originalem, gepflegtem Zustand.

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In welchem Zustand?

Ehrlich einschätzen — der Zustand beeinflusst den Wert mehr als jedes andere Merkmal.

Häufige Fragen zum Opel Manta B

Was ist ein Opel Manta B 2026 wert? +
Für die gängigen Volumenversionen (1,6 bis 2,0 Liter einschließlich Berlinetta) setzt Chromradar mit Stand November 2026 folgende Werte an: Note 1 rund 24.000 Euro, Note 2 rund 14.000 Euro, Note 3 rund 8.000 Euro, Note 4 rund 4.000 Euro, Restaurierungsobjekte ab etwa 1.500 Euro. GT/E und GSi liegen darüber; der Hiscox Pocket Price Guide 2026 bewertet den Manta B GT/E (1975–1977) mit 18.900 Euro in Note 2 und 29.700 Euro in Note 1. Seltene Versionen wie Manta 400 und Irmscher-Modelle werden einzeln gehandelt.
Welche Manta B Variante ist am wertvollsten? +
Am gesuchtesten sind die sportlichen Einspritzer: der GT/E (bis 1977 mit 1,9 E und 105 PS, danach 2,0 E mit 110 PS) und sein Nachfolger GSi ab Herbst 1984, besonders als GSi Exclusiv mit Doppelscheinwerfern. Die Berlinetta war dagegen die Komfortausstattung mit Velourpolstern, Sportfelgen und Sportlenkrad. Darüber stehen seltene Sondermodelle: der Manta 400 (245 Exemplare) und Irmscher-Versionen wie der i200 mit 125 PS. Der GT/J war kein Sondermodell, sondern ab 1979 das sportlich gestaltete Basismodell.
Wie viel Rost hat ein typischer Manta B? +
Rost ist beim Manta B das zentrale Thema; laut Hagerty zeigten viele Autos schon wenige Jahre nach dem Neukauf sichtbaren Rost. Typische Stellen sind Schweller, Radlaufkanten, Türunterkanten und Fensterrahmen, dazu der Fuß der C-Säulen, die Ersatzradmulde, Sitzhalterungen und Wagenheberaufnahmen im Boden sowie im Vorderwagen Stoßdämpferdome und Frontschürze. Unter einem Vinyldach kann das Blech unbemerkt rosten. Weil Karosserieteile knapp sind, sollte man einen Manta B vor dem Kauf auf der Hebebühne prüfen lassen.
Was ist der Unterschied zwischen Manta A und Manta B? +
Der Manta A (1970–1975) basierte auf dem Ascona A und hatte eine kürzere Karosserie mit kürzerem Radstand. Der Manta B (1975–1988) basierte auf dem Ascona B, hatte einen längeren Radstand, eine gestrecktere Form und ab 1978 zusätzlich die Fließheckversion CC. Er wurde mehr als doppelt so lange gebaut. Preislich liegen vergleichbare Versionen nah beieinander: Hiscox bewertet 2026 den Manta A 1900 SR in Note 2 mit 18.400 Euro und den Manta B GT/E mit 18.900 Euro.
Wie ist die Versicherung beim Manta B? +
Die Prämie hängt vor allem vom vereinbarten Versicherungswert, der jährlichen Fahrleistung, dem Stellplatz und dem Alter des Fahrers ab. Spezialisierte Oldtimer-Tarife setzen meist ein Gutachten, einen Alltagswagen und begrenzte Kilometer voraus. Aktuelle Beiträge für einen Manta B lassen sich im Chromradar-Versicherungsvergleich mit den eigenen Daten berechnen.
Ist der Manta B ein gutes Alltagsauto? +
Für gelegentliche Fahrten ja: Die Technik ist einfach, Technikteile sind dank Gleichteilen mit dem Ascona B gut erhältlich, und die Motoren gelten bei Pflege als langlebig. Gegen den Dauereinsatz sprechen die Rostanfälligkeit und der Aufwand bei Karosserieteilen. Als Zweitwagen oder für das Wochenende passt der Manta B gut. Ein H-Kennzeichen bringt pauschale Kfz-Steuer, setzt aber einen weitgehend originalen, gepflegten Zustand voraus.
Welche Alternativen zum Manta B gibt es? +
Zeitgenössische Alternativen sind der Ford Capri II und III als direkter Konkurrent, gegen den der Manta entwickelt wurde, sowie der VW Scirocco I und II auf Golf-Basis. Der Nachfolger Opel Calibra (vorgestellt 1989, verkauft ab 1990) basiert auf dem Vectra A und ist eine deutlich jüngere Generation.
Wo finde ich gute Manta B Spezialisten? +
Erste Anlaufstellen sind Markenclubs wie die Alt-Opel Interessengemeinschaft von 1972 e.V. und regionale Manta-Stammtische, außerdem Spezialisten für Opel-Hinterradantriebsmodelle. Technikteile sind gut zu bekommen, Karosserieteile findet man eher über Foren, Teilemärkte und Verwerter. Bei Karosseriearbeiten lohnt es sich, vor dem Kauf einen erfahrenen Prüfer hinzuzuziehen, weil Rostschäden oft unterschätzt werden.

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Datenquellen
Marktwerte: Stand November 2026. Daten dienen als Indikation, keine Bewertung einzelner Fahrzeuge.