Opel Calibra 2.0 16V
Coupé · 2,0-l-16V · 150/136 PS · 1990–1997
Der Opel Calibra 2.0 16V ist die sportliche Saugmotor-Version des Calibra, den Opel auf der IAA 1989 vorstellte und ab Juni 1990 verkaufte. Bis November 1993 leistete der 2,0-l-16V (C20XE) 150 PS, ab 1994 bot Opel den 16V mit dem 136 PS starken X20XEV an. Den viel zitierten cw-Wert von 0,26 erreichte nur der 2.0i mit Achtventiler, der 16V kommt wegen größerer Räder und geänderter Details auf 0,29. Vom 150-PS-16V entstanden laut Auto Zeitung 61.042 Exemplare, nach dem 2.0i ist der 16V damit die zweithäufigste Calibra-Version.
Marktwerte nach Zustand
Marktwert-Range mit ±15% Schwankungsbreite. Tatsächlicher Wert variiert je nach Laufleistung, Historie, Originalität und Region.
| Zustand | Marktwert-Range |
|---|---|
| Zustand 1 (Topzustand) | 15.300 – 20.700 € |
| Zustand 2 (Gut) | 8.500 – 11.500 € |
| Zustand 3 (Gepflegt) | 4.675 – 6.324 € |
| Zustand 4 (Alltag) | 2.125 – 2.875 € |
| Zustand 5 (Restobjekt) | 850 – 1.150 € |
Über den Opel Calibra 2.0 16V
Der Calibra entstand auf der Technik des Vectra A: quer eingebauter Motor, Frontantrieb, auf Wunsch Allrad. Opel stellte das 2+2-sitzige Coupé mit großer Heckklappe auf der IAA 1989 vor, der Verkauf begann im Juni 1990. Gestaltet hat es Erhard Schnell unter Designchef Wayne Cherry. Gebaut wurde der Calibra in Rüsselsheim und ab 1991 zusätzlich bei Valmet im finnischen Uusikaupunki; insgesamt entstanden laut Opel 238.647 Exemplare, davon 93.978 in Finnland. Der Kofferraum fasst 300 Liter, bei umgeklappter Rückbank 980 Liter.
Der 2.0 16V mit dem C20XE (1.998 cm³, 150 PS bei 6.000/min, 196 Nm) war ab August 1990 lieferbar und teilte den Motor mit dem Kadett E GSi 16V und dem Astra F GSi 16V. Von August 1990 bis Oktober 1992 gab es ihn auch als 16V 4x4, ab März 1992 folgte der Calibra Turbo 4x4 mit 204 PS. Ab 1993 ergänzte der 2.5 V6 mit 170 PS das Programm. Ab 1994 erhielt der 16V den X20XEV mit 136 PS und 185 Nm, wer den C20XE möchte, braucht also in der Regel einen 16V bis Baujahr 1993.
Der Fahrerairbag wurde 1993 Serie, der Beifahrerairbag kam im August 1993. Im Sommer 1994 folgte ein leichtes Facelift mit dem Opel-Emblem im Kühlergrill. Die Produktion endete 1997, zuletzt mit der Last Edition, die es mit dem 136-PS-16V oder dem V6 gab.
Motorisierungen
- → 2.0i 8V C20NE, 115 PS, 1990 bis 1996, meistgebaute Version (rund 130.000 Stück)
- → 2.0 16V C20XE, 150 PS, 196 Nm, 1990 bis 1993
- → 2.0 16V 4x4 C20XE, 150 PS, 1990 bis 1992
- → 2.0 16V X20XEV, 136 PS, 185 Nm, 1994 bis 1997
- → 2.0 Turbo 4x4 C20LET, 204 PS, 280 Nm, Sechsganggetriebe, 1992 bis 1996
- → 2.5 V6 C25XE (ab 1996 X25XE), 170 PS, 227 Nm, 1993 bis 1997
Karosserie-Varianten
- → Coupé mit Heckklappe, 2+2-Sitzer (1990 bis 1997)
Typische Schwachstellen
Vor dem Kauf besonders auf diese bekannten Schwachstellen achten:
- ! Zahnriemen: Der C20XE hat wie alle Calibra-Motoren einen Zahnriemen, keine Steuerkette. Ohne Nachweis des letzten Wechsels sofort erneuern.
- ! Rost an den Schwellern unter den Türen, an den hinteren Radläufen, A-Säulen, Motorhaube, Heckabschlussblech und im Kofferraum.
- ! Durchgerostete hintere Federaufnahmen an den Längsträgern: teure Reparatur und oft ein Ausschlussgrund.
- ! In Rüsselsheim gebaute Calibra gelten als rostanfälliger als Fahrzeuge aus dem Valmet-Werk in Finnland (erkennbar an einer 9 statt einer 1 direkt hinter dem Modelljahr-Buchstaben der Fahrgestellnummer).
- ! 16V-Motor: Zylinderkopfdefekte im Lauf der Jahre, außerdem kann das Relais der Benzinpumpe ausfallen.
- ! Calibra-spezifische Karosserieteile und Innenverkleidungen (etwa A-, B- und C-Säulenverkleidungen) sind neu nicht mehr lieferbar, Verschleißteile gibt es dank Vectra-A-Basis gut.
- ! 16V 4x4: Das Verteilergetriebe ist empfindlich gegen unterschiedlich abgefahrene Reifen oder ungleichen Luftdruck zwischen den Achsen.
Worauf beim Kauf achten
- ✓ Motorversion klären: 150 PS (C20XE) bis November 1993, ab 1994 136 PS (X20XEV).
- ✓ Rost-Check zwingend: Schweller, hintere Radläufe, A-Säulen, Heckabschlussblech, Kofferraum und die hinteren Federaufnahmen an den Längsträgern.
- ✓ Fahrgestellnummer prüfen: Eine 9 statt einer 1 direkt hinter dem Modelljahr-Buchstaben kennzeichnet Fahrzeuge aus dem Valmet-Werk, die als besser rostgeschützt gelten.
- ✓ Zahnriemenwechsel belegt? Ohne Nachweis den Wechsel sofort einplanen.
- ✓ Nachweisbare Historie mit Rechnungen hebt den Preis spürbar, sehr günstige Angebote haben oft Rost oder Wartungsstau.
- ✓ Sondermodelle wie Keke Rosberg, DTM Edition, Cliff Motorsport oder Last Edition gab es auch als 16V (136 PS); laut mobile.de-Ratgeber (Januar 2020) kosten sie im Handel rund 1.000 Euro mehr.
- ✓ H-Kennzeichen: möglich 30 Jahre nach Erstzulassung, Stand November 2026 also für Calibra mit Erstzulassung bis November 1996.
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Häufige Fragen zum Opel Calibra 2.0 16V
Was ist ein Opel Calibra 2.0 16V 2026 wert? +
Was ist der Unterschied zwischen Calibra 16V und Turbo 4x4? +
War der Calibra wirklich der aerodynamischste Serienwagen? +
Welche Alternativen gibt es zum Calibra 16V? +
Wie zuverlässig ist der Calibra im Alltagsbetrieb? +
Ist der Calibra H-Kennzeichen-fähig? +
Wie hoch ist die Versicherung für einen Calibra 16V? +
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title="Opel Opel Calibra 2.0 16V Marktwert-Check"
loading="lazy"></iframe> - Wikipedia: Opel Calibra
- Wikipedia (en): Opel Calibra
- ADAC Autokatalog: Opel Calibra 1. Generation
- Auto Zeitung: Opel Calibra Kaufberatung
- mobile.de Magazin: Opel Calibra Youngtimer-Ratgeber
- Hagerty UK: Vauxhall Calibra
- Classic Trader: Opel Calibra