MARKTWERT 2026

Opel Monza

Coupé · 2,0 bis 3,0 Liter · 1978–1986

Opel Monza GSE Coupé, Gran Turismo aus Rüsselsheim
Foto: Vauxford · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Der Opel Monza (1978 bis 1986) ist das große Reisecoupé aus Rüsselsheim: ein dreitüriges Coupé mit Heckklappe auf Basis des Senator A, angetrieben von Reihensechszylindern mit 2,5 bis 3,0 Litern (später auch Vierzylinder). Zeitgenössische Konkurrenten waren das BMW 6er Coupé (E24) und das Mercedes-Benz Coupé der Baureihe C123. Gesucht ist vor allem der Monza GSE (ab 1983) mit 180 PS, Recaro-Sitzen und Digitalinstrumenten.

Marktwerte nach Zustand

Marktwert-Range mit ±15% Schwankungsbreite. Tatsächlicher Wert variiert je nach Laufleistung, Historie, Originalität und Region.

Zustand Marktwert-Range
Zustand 1 (Topzustand) 20.400 – 27.599 €
Zustand 2 (Gut) 11.050 – 14.949 €
Zustand 3 (Gepflegt) 5.525 – 7.474 €
Zustand 4 (Alltag) 2.550 – 3.449 €
Zustand 5 (Restobjekt) 850 – 1.150 €
Bauzeitraum
1978 – 1986
Versicherung (Zustand 2)
280–380 €/Jahr
Produktionszahl
43.812 (27.218 Monza A1, 16.594 Monza A2; 1978–1986)
H-Kennzeichen ab
2008

Über den Opel Monza

Der Monza basiert technisch auf dem Senator A, hat aber eine eigenständige dreitürige Coupé-Karosserie mit großer Heckklappe; die Bodengruppe stammt von Rekord E und Commodore C, der Radstand ist 25 mm kürzer als beim Senator. Vorn arbeiten MacPherson-Federbeine, hinten eine Einzelradaufhängung. Vorgestellt wurde er auf der IAA 1977, gebaut von Februar 1978 bis Juni 1986, ab November 1982 als Facelift-Version A2 mit Kunststoff-Stoßfängern und größeren Scheinwerfern. Zum Start gab es den 2,8 S und den 3,0 S mit Vergaser sowie den 3,0 E mit Einspritzung und 180 PS; später kamen 2,5 E bzw. 2,5 i, die Vierzylinder 2,0 E und 2,2 i und ab Herbst 1985 der 3,0 i mit geregeltem Katalysator (156 PS) hinzu.

Der Monza GSE (ab August 1983) war die Topversion und nur mit dem 3,0-l-Sechszylinder lieferbar: als 3,0 E mit 180 PS, ab Herbst 1985 auf Wunsch als 3,0 i mit geregeltem Katalysator und 156 PS. Dazu gehörten Recaro-Sportsitze, Lederlenkrad, Bordcomputer, ein strafferes Fahrwerk, Sperrdifferenzial, Heckspoiler und ab Ende 1983 Digitalinstrumente von VDO, die ersten bei Opel.

Insgesamt entstanden 43.812 Monza (27.218 der ersten Serie, 16.594 der Serie A2), damit ist er deutlich seltener als der Rekord E oder der Manta B.

Motorisierungen

  • → 2,8 S Reihensechszylinder (CIH), Vergaser, 140 PS, 1978–1981
  • → 3,0 S Reihensechszylinder (CIH), Vergaser, 150 PS, 1978–1982
  • → 3,0 E Reihensechszylinder (CIH), Einspritzung, 180 PS, 248 Nm, 1978–1986 (im GSE ab 1983)
  • → 2,5 E Reihensechszylinder (CIH), Einspritzung, 136 PS, 1981–1984
  • → 2,5 i Reihensechszylinder (CIH), Einspritzung, 140 PS, 1984–1986
  • → 2,0 E Vierzylinder (CIH), 115 PS, 1982/83–1984
  • → 2,2 i Vierzylinder, 115 PS, 1984–1986
  • → 3,0 i Reihensechszylinder mit geregeltem Katalysator, 156 PS, 1985–1986, auch im GSE

Karosserie-Varianten

  • → Coupé, dreitürig mit Heckklappe (1978–1986)

Typische Schwachstellen

Vor dem Kauf besonders auf diese bekannten Schwachstellen achten:

  • ! Rost an Längsträgern vorn und hinten, A-Säulen, Schwellern, Türunterkanten, Heckschürze, Federbeindomen und Kotflügeln sowie an den Schweißnähten des Tanks; der Rostschutz war ab Werk nicht vorbildlich.
  • ! 3,0-l-Sechszylinder: Keilriemen, Zylinderkopf- und Krümmerdichtungen sowie Wasserpumpe prüfen; frühe 3,0 E neigten im Leerlauf zum Überhitzen (Abhilfe: Ölkühler).
  • ! Digitalinstrumente des GSE (VDO) und Bordcomputer: Funktion vollständig prüfen, Ersatz ist nicht einfach zu beschaffen.
  • ! Automatikgetriebe (bis 1982 Dreigang von Borg-Warner, danach Viergang): Schaltverhalten und Ölzustand prüfen.
  • ! Modellspezifische Karosserieteile des Coupés und Innenausstattungsteile sind schwerer zu beschaffen als Technikteile, die mit Rekord, Commodore und Senator geteilt werden.

Worauf beim Kauf achten

  • ✓ Der GSE (ab 1983, nur mit 3,0-l-Sechszylinder: 3,0 E mit 180 PS, ab Herbst 1985 auch 3,0 i mit Kat und 156 PS) ist die gesuchteste Version.
  • ✓ Funktion der Digitalinstrumente und des Bordcomputers testen.
  • ✓ Karosserie-Rost ist der wichtigste Wertfaktor, Schweller und Bodenblech zwingend prüfen.
  • ✓ GSE-Ausstattung auf Vollständigkeit prüfen: Recaro-Sitze, Lederlenkrad, Bordcomputer, Sperrdifferenzial, Heckspoiler.
  • ✓ Sechszylinder: sauberer Kaltstart, Dichtheit an Zylinderkopf und Krümmer, Kühlsystem und Wasserpumpe prüfen.
  • ✓ Viele angebotene Monza haben Automatik; das Angebot an Schaltwagen (A2: Fünfgang von Getrag) ist kleiner.
  • ✓ H-Kennzeichen: Alle Monza haben die 30 Jahre erreicht (letzte Neuzulassungen 1987); Voraussetzung ist ein positives Gutachten.

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In welchem Zustand?

Ehrlich einschätzen — der Zustand beeinflusst den Wert mehr als jedes andere Merkmal.

Häufige Fragen zum Opel Monza

Was ist ein Opel Monza 2026 wert? +
Stand November 2026 liegt ein Monza in sehr gutem Zustand (Note 2) bei rund 13.000 Euro, Spitzenfahrzeuge (Note 1) bei rund 24.000 Euro. Ordentliche Gebrauchtfahrzeuge (Note 3) kosten um 6.500 Euro, verbrauchte Fahrzeuge (Note 4) um 3.000 Euro, Restaurierungsobjekte rund 1.000 Euro. Gut ausgestattete 3,0 E liegen am oberen Rand. Der GSE liegt darüber, bei rund 30.000 Euro in Note 1, 17.000 Euro in Note 2 und 8.500 Euro in Note 3; einzelne GSE wurden über 30.000 Euro angeboten. Die Vierzylinder 2,0 E und 2,2 i liegen etwa 10 Prozent unter diesen Werten.
Was macht den Monza GSE besonders? +
Der GSE kam im August 1983 als Topversion und war nur mit dem 3,0-l-Einspritzer lieferbar (180 PS, ab Herbst 1985 auf Wunsch mit geregeltem Katalysator und 156 PS). Dazu gehörten Recaro-Sportsitze, Lederlenkrad, Bordcomputer, strafferes Fahrwerk, Sperrdifferenzial und Heckspoiler. Ab Ende 1983 erhielt er Digitalinstrumente von VDO, die ersten bei Opel. Heute sind sie ein Merkmal des Modells, aber auch ein Punkt, den man beim Kauf genau prüfen sollte.
Wie vergleicht sich der Monza mit dem BMW E24? +
Der BMW 6er (E24, 1976–1989) hat eine breitere Sammlerbasis und ist deutlich teurer: Der Hiscox Pocket Price Guide 2026 nennt für einen 635 CSi in Note 2 rund 32.000 Euro. Schon neu war der Monza GSE deutlich günstiger: Zum Ende der Bauzeit kostete er knapp 49.000 DM, ein BMW 628 CSi 61.100 DM. Der Monza bietet ein ähnliches Konzept aus viersitzigem Coupé und Reihensechszylinder zu deutlich niedrigeren Preisen.
Welche Schwachstellen hat der Monza beim Kauf? +
Rost ist das Hauptrisiko: Längsträger vorn und hinten, A-Säulen, Schweller, Türunterkanten, Heckschürze, Federbeindome, Kotflügel und die Schweißnähte am Tank. Beim 3,0-l-Sechszylinder auf Keilriemen, Zylinderkopf- und Krümmerdichtungen sowie Wasserpumpe achten; die Nockenwelle wird über eine Kette angetrieben, einen Zahnriemen gibt es nicht. Modellspezifische Karosserie- und Innenausstattungsteile sind schwerer zu bekommen als Technikteile.
Ist der Monza H-Kennzeichen-fähig? +
Ja. Alle Monza haben die 30-Jahre-Grenze erreicht, die ersten Exemplare bereits 2008. Voraussetzung ist ein positives Gutachten nach § 23 StVZO (weitgehend originaler, gepflegter Zustand). Die Kfz-Steuer beträgt dann pauschal 191,73 Euro im Jahr. Die Prämie einer Oldtimerversicherung richtet sich nach Marktwert und Nutzung, ein Angebot einholen lohnt sich.
Für wen eignet sich der Monza? +
Für alle, die ein großes, komfortables Opel-Coupé mit Sechszylinder suchen und mit begrenzter Teileversorgung bei Karosserie und Innenausstattung leben können. Der GSE ist die gesuchteste Version. Als Geldanlage sollte man den Monza nicht kaufen, sondern weil man ihn fahren möchte.
Wo finde ich einen guten Opel Monza? +
Angebote finden sich vor allem bei Classic Trader, mobile.de und AutoScout24, das Angebot ist klein. In Großbritannien kommen Monza GSE regelmäßig bei Auktionen wie Anglia Car Auctions, Brightwells oder Mathewsons unter den Hammer. Ansprechpartner für Modellfragen sind die Alt-Opel-IG und die Senator-/Monza-Szene. Vor dem Kauf Schichtdicke messen, Längsträger und Schweller von unten prüfen und den Zustand des Motors (Kompression, Dichtungen, Kühlung) feststellen lassen.

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Datenquellen
Marktwerte: Stand November 2026. Daten dienen als Indikation, keine Bewertung einzelner Fahrzeuge.