MARKTWERT 2026

VW Scirocco II

Typ 53B · 1981–1992 · Karmann Osnabrück

VW Scirocco Mk2
Foto: Rudolf Stricker · frei mit Namensnennung · Wikimedia Commons

VW Scirocco II (Typ 53B, 1981–1992). Detail-Daten zu Motoren, Schwachstellen und Marktwert.

Marktwerte nach Zustand

Marktwert-Range mit ±15% Schwankungsbreite. Tatsächlicher Wert variiert je nach Laufleistung, Historie, Originalität und Region.

Zustand Marktwert-Range
Zustand 1 (Topzustand) 14.450 – 19.550 €
Zustand 2 (Gut) 9.350 – 12.649 €
Zustand 3 (Gepflegt) 5.950 – 8.049 €
Zustand 4 (Alltag) 3.825 – 5.175 €
Zustand 5 (Restobjekt) 1.530 – 2.070 €
Bauzeitraum
1981 – 1992
Versicherung (Zustand 2)
280–380 €/Jahr
Produktionszahl
291.497 Stück (Scirocco II, Typ 53B, März 1981 bis 7. September 1992, Karmann Osnabrück)
H-Kennzeichen ab
2011

Über den VW Scirocco II

Über den VW Scirocco II

Der Scirocco II (Werkscode Typ 53B) wurde im März 1981 auf dem Genfer Salon vorgestellt, kam im Mai 1981 zu den Händlern und löste den von Giugiaro gezeichneten Scirocco I ab. Giugiaro hatte auch für die zweite Generation einen Entwurf geliefert, durchgesetzt hat sich aber die Wolfsburger Designabteilung unter Herbert Schäfer. Technische Basis blieb die Plattform des Golf I, entwickelt und gebaut wurde das Coupé wie der Vorgänger bei Karmann in Osnabrück. Gegenüber dem Scirocco I ist der Wagen rund 20 cm länger und knapp 100 kg schwerer, der cw-Wert sank um etwa zehn Prozent. Die Motoren reichten von 1,3 Litern mit 60 PS bis zum 1,8-Liter-16V mit 139 PS (ab 1985). Am 7. September 1992 lief nach 291.497 gebauten Wagen der letzte Scirocco II vom Band. Der 16V hat auf Chromradar eine eigene Modellseite.

Motorisierungen

  • → 1,3 Liter (GF), 60 PS, Vergaser: Einstiegsmotor zum Marktstart 1981, ab August 1982 entfallen.
  • → 1,5 Liter (JB), 70 PS, Vergaser: ab 1981, ab 1982 durch Langhubmotoren ersetzt.
  • → 1,6 Liter (FR) 85 PS mit Registervergaser, ab 1983 auch 75 PS (EW) bzw. mit Katalysator 72 PS (RE).
  • → 1,6 Liter (EG), 110 PS, K-Jetronic: Einspritzer für GTI und GLI zum Marktstart 1981.
  • → 1,8 Liter 8V: Vergaser mit 90 PS (EX, ab 1983), Einspritzer mit 95 PS und Katalysator (JH) sowie 112 PS mit K-Jetronic (DX, u. a. GTS/GTX).
  • → 1,8 Liter 16V (KR ohne Katalysator 139 PS, ab 1985; PL mit Katalysator 129 PS, ab 1986): Vierventiler auf GTI-Basis, Details auf der eigenen 16V-Seite.

Karosserie-Varianten

  • → Scirocco II (1981–1992): Coupé mit Heckklappe auf Golf-I-Plattform, Design der VW-Designabteilung (Herbert Schäfer), Bau bei Karmann in Osnabrück. Heckspoiler quer über der Heckscheibe.
  • → Ausstattungen u. a. L, CL, GL, GLI, GT, GTI, GTL, GTS (ab 1982), GTX (Nachfolger des GTS, mit schwarzen Radlaufverbreiterungen, Spoilern und Seitenschwellern) und GT II als letzte Version.
  • → 16V (ab 1985): 1,8-Liter-Vierventiler mit 139 PS, ab 1986 auch mit Katalysator (129 PS); kein eigenes Sondermodell, sondern Motorvariante unter anderem in GTX, Scala und GT II. Eigene Modellseite.
  • → Sondermodelle: White Cat (1985, nur Alpinweiß), Tropic (1986), Scala (1986, Spoilerpaket in Wagenfarbe), in Großbritannien Storm (1984).

Typische Schwachstellen

Vor dem Kauf besonders auf diese bekannten Schwachstellen achten:

  • ! Rost: Reserveradmulde, Bodenbleche, Schweller und alle vier Radläufe; korrodierte hintere Radläufe greifen auf Schwellerenden über. Auch Heckklappe, Türen und Blechfalze im Motorraum prüfen. Die Kotflügel vorn sind geschraubt und leicht zu tauschen.
  • ! Rostschutz: Der Karmann-Rostschutz gilt als schwächer als bei in Wolfsburg gebauten VW, spätere Baujahre (ab etwa Modelljahr 1987) gelten als besser geschützt.
  • ! 16V (KR/PL): Ein Zahnriemen treibt die Nockenwellen an, eine kurze Kette verbindet die beiden Nockenwellen. Geräusche aus dem Zylinderkopf ernst nehmen, eine gerissene Kette führt zum Motorschaden.
  • ! Lager und Lenkung: Bei leistungsstarken Versionen ab etwa 120.000 km ausgeschlagene Motor- und Getriebelager, Federbeinlager und Spurstangenköpfe.
  • ! Bosch-Einspritzung (K-Jetronic und ihre Varianten bei GTI, GLI, GTS/GTX, Kat-Versionen und 16V): Kaltstart- und Leerlaufprobleme brauchen Fachkenntnis bei der Diagnose.
  • ! Tuning-Vergangenheit: Viele Scirocco II wurden zu ihrer Zeit stark umgebaut. Originalzustand und Umbauten genau prüfen.
  • ! Heckscheiben- und Heckklappendichtung: Undichtigkeiten führen zu Wasser im Kofferraum.

Worauf beim Kauf achten

  • ✓ Karosserie: Reserveradmulde, Bodenbleche und Schweller
  • ✓ Karosserie: Alle vier Radläufe, besonders hinten, dazu Heckklappe und Türen
  • ✓ Karosserie: Blechfalze im Motorraum
  • ✓ Motor und Antrieb: Nachweis des letzten Zahnriemenwechsels, beim 16V Geräusche der Nockenwellenkette
  • ✓ Motor und Antrieb: Kompressionsmessung
  • ✓ Fahrwerk: Motor- und Getriebelager, Federbeinlager, Spurstangenköpfe
  • ✓ Originalität: Umbauten und nicht originale Anbauteile erfassen, Sondermodelle (White Cat, Tropic, Scala, GT II) mit den Unterlagen abgleichen
  • ✓ Dokumentation: Serviceheft und Erstzulassungs-Nachweis

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In welchem Zustand?

Ehrlich einschätzen — der Zustand beeinflusst den Wert mehr als jedes andere Merkmal.

Häufige Fragen zum VW Scirocco II

Was ist ein VW Scirocco wert? +
Ein Scirocco II in den gängigen Versionen liegt in Zustand 2 bei rund 11.000 €, in Zustand 3 bei rund 7.000 € und in Zustand 4 bei rund 4.500 €. Sehr gut erhaltene Exemplare mit niedriger Laufleistung werden im Handel auch um 16.000–20.000 € angeboten, Spitzenfahrzeuge in Zustand 1 liegen bei rund 17.000 €. Der 16V wird höher gehandelt (Zustand 2 rund 15.000 €), der Scirocco I ebenfalls (Zustand 2 rund 14.000 €). Stand Oktober 2026.
Scirocco I oder Scirocco II? +
Scirocco I (1974–1981): kantiges Giugiaro-Design, leichter, im Markt höher bewertet. Scirocco II (1981–1992): Entwurf der VW-Designabteilung, rund 20 cm länger, mehr Platz und besserer cw-Wert, ab 1985 auch mit 16V-Motor. Beide wurden bei Karmann in Osnabrück gebaut.
Was ist der 16V? +
Der Scirocco 16V kam 1985 mit dem 1,8-Liter-Vierventiler (KR) und 139 PS ohne Katalysator, ab 1986 gab es ihn auch mit Katalysator (PL, 129 PS). Der 8V-Einspritzer (DX) leistete 112 PS. Der 16V war kein eigenes Sondermodell, sondern eine Motorvariante, etwa im GTX, Scala und GT II. Details stehen auf der eigenen 16V-Seite.
Welcher Scirocco ist am haltbarsten? +
Die Technik stammt weitgehend aus dem Golf und gilt als robust, Teile dafür sind gut verfügbar. Entscheidend ist der Zustand der Karosserie: Ein gut gewarteter 8V-Motor mit lückenlosem Serviceheft und wenig Rost ist die sicherste Wahl. Beim 16V und bei den Einspritzern kommt die aufwendigere Technik dazu.
Ist der Scirocco H-Kennzeichen-fähig? +
Ja. Der Scirocco II kam 1981 auf den Markt, frühe Exemplare sind seit 2011 H-Kennzeichen-fähig, die letzten von 1992 seit 2022 (bei späterer Erstzulassung entsprechend später). Maßgeblich ist das Datum der Erstzulassung plus 30 Jahre und ein guter, weitgehend originaler Zustand.

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Datenquellen
Marktwerte: Stand Oktober 2026. Daten dienen als Indikation, keine Bewertung einzelner Fahrzeuge.