MARKTWERT 2026

Ford Racing Puma

Kleinserie · 1,7-l-16V, 155 PS · 500 Stück · 1999–2001

Ford Racing Puma Coupé in Imperial Blue mit Kotflügelverbreiterungen
Foto: Kieran White from Manchester, England · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons

Der Ford Racing Puma ist die seltene Sportversion des kleinen Puma-Coupés. Ford zeigte ihn 1999 als Studie Puma ST160, gebaut wurden 500 Exemplare, alle als Rechtslenker für den britischen Markt. Die Karossen kamen aus dem Ford-Werk Köln-Niehl, den Umbau übernahm Tickford in Daventry: 155 PS aus dem 1,7-Liter-Vierzylinder, aufgesetzte Kotflügelverbreiterungen (vorn Aluminium, hinten Stahl), Alcon-Bremsen, Sportfahrwerk, Sparco-Schalensitze und Lackierung in Imperial Blue. Gehandelt wird er fast nur in Großbritannien und liegt weit über dem Serien-Puma. Marktwerte Stand November 2026: gute Exemplare um 20.000 Euro, Topautos um 32.000 Euro, Restaurierungsobjekte ab rund 5.500 Euro.

Marktwerte nach Zustand

Marktwert-Range mit ±15% Schwankungsbreite. Tatsächlicher Wert variiert je nach Laufleistung, Historie, Originalität und Region.

Zustand Marktwert-Range
Zustand 1 (Topzustand) 27.200 – 36.800 €
Zustand 2 (Gut) 17.000 – 23.000 €
Zustand 3 (Gepflegt) 12.750 – 17.250 €
Zustand 4 (Alltag) 7.650 – 10.350 €
Zustand 5 (Restobjekt) 4.675 – 6.324 €
Bauzeitraum
1999 – 2001
Versicherung (Zustand 2)
280–560 €/Jahr
Produktionszahl
500 Ford Racing Puma gebaut (1999 bis 2001, Umbau bei Tickford), alle Rechtslenker für Großbritannien, alle in Imperial Blue; geplant waren 1.000
H-Kennzeichen ab
2029

Über den Ford Racing Puma

Der Racing Puma ist die limitierte Sportversion des Ford Puma. Grundlage war das 1997 eingeführte Frontantriebs-Coupé auf Basis des Fiesta der vierten Generation. Ford zeigte das Konzept 1999 als Puma ST160, in Großbritannien kam der Racing Puma 2000 für rund 23.000 Pfund in den Handel.

Geplant waren ursprünglich 1.000 Exemplare, je 500 für Großbritannien und Deutschland. Ford Deutschland stornierte seinen Anteil, gebaut wurden nur die 500 Rechtslenker für den britischen Markt, alle in Imperial Blue. Wegen des hohen Preises ging weniger als die Hälfte an Privatkunden, den Rest bot Ford über ein internes Programm Führungskräften an.

Die Karossen kamen aus dem Werk Köln-Niehl, Tickford in Daventry baute sie um. Der gemeinsam mit Yamaha entwickelte 1,7-Liter-Zetec-SE erhielt schärfere Nockenwellen, einen eigenen Ansaugkrümmer mit eingravierter Seriennummer, eine Janspeed-Abgasanlage und eine angepasste Motorsteuerung und leistet 155 PS bei 7.000/min sowie 162 Nm. Dazu kamen breitere Spur und Karosserie (Breite 1.770 statt 1.674 mm) mit aufgesetzten Kotflügeln, vorn aus Aluminium und hinten aus Stahl, längere Antriebswellen, ein verstärktes Fünfganggetriebe (IB5), ein Sportfahrwerk, Vierkolben-Bremssättel von Alcon mit 295-mm-Scheiben vorn und Scheibenbremsen hinten, 17-Zoll-Räder von Speedline und Sparco-Schalensitze mit blauem Alcantara.

Neu verkaufte sich der Racing Puma schleppend. Heute wird er überwiegend in Großbritannien gehandelt. Rostfreie, originale Exemplare mit nachvollziehbarer Historie erzielen ein Vielfaches des Serien-Pumas, verbastelte oder angerostete Autos deutlich weniger.

Motorisierungen

  • → 1,7-l-Zetec-SE 16V (1.679 cm³) mit variabler Nockenwellensteuerung, 155 PS bei 7.000/min, 162 Nm, Racing Puma 1999 bis 2001
  • → zum Vergleich: Serien-Puma 1,7 Liter, 125 PS

Karosserie-Varianten

  • → Coupé 3-türig mit Heckklappe, verbreitert mit aufgesetzten Kotflügeln (vorn Aluminium, hinten Stahl), Alcon-Bremsen, Sparco-Sitze, Imperial Blue (1999 bis 2001)

Typische Schwachstellen

Vor dem Kauf besonders auf diese bekannten Schwachstellen achten:

  • ! Karosserie-Rost ist der größte Wertvernichter: Die Puma-Baureihe rostet von innen, besonders an den hinteren Radläufen, Schwellern und am Kofferraumboden. Beim Racing Puma bildet sich Rost zusätzlich unbemerkt unter den Kotflügelverbreiterungen, die über die Serienbleche geklebt wurden.
  • ! Originalität: Wegen der Seltenheit und Rechtslenker-Bauweise zählt jedes originale Detail (Sparco-Sitze, Speedline-Räder, blaue Akzente, Alcon-Bremsen), fehlende oder ersetzte Teile mindern den Wert.
  • ! Racing-Puma-spezifische Teile wie die eigenen GFK-Stoßfänger, die Verbreiterungen und die Innenausstattung sind selten und schwer zu ersetzen, was Reparaturen aufwendig macht.
  • ! 1,7-Liter-Zetec-SE und Bremsen: Der Motor hat einen Zahnriemen, dessen Wechsel nach Vorgabe nachgewiesen sein sollte. Die Alcon-Bremssättel haben keine Staubmanschetten und müssen regelmäßig gereinigt und bewegt werden, sonst korrodieren die unlackierten Aluminium-Innenteile.
  • ! Unfall- und Tuning-Historie: Als sportliches Sondermodell wurden viele bewegt oder modifiziert, eine saubere, originale Historie ist wertentscheidend.
  • ! Rechtslenker: Alle Racing Puma haben das Lenkrad rechts, was im deutschen Markt Liebhaber-Sache ist und bei Wartung und Teilen berücksichtigt werden muss.

Worauf beim Kauf achten

  • ✓ Rost ist das alles entscheidende Kaufkriterium: hintere Radläufe, Schweller, Kofferraumboden und die Bereiche unter den aufgesetzten Verbreiterungen genau prüfen, die Puma-Baureihe rostet versteckt von innen.
  • ✓ Originalität sicherstellen: Sparco-Sitze, Speedline-Räder, Alcon-Bremsen, blaue Innenraum-Akzente und Imperial Blue gehören dazu, fehlende Teile sind schwer zu ersetzen.
  • ✓ Niedrige, dokumentierte Laufleistung und lückenlose Historie heben den Wert deutlich, gerade bei diesem Kleinserien-Modell.
  • ✓ Die Echtheit als einer der 500 Racing Puma über die auf dem Ansaugkrümmer eingravierte Nummer, die Fahrgestellnummer und Unterlagen verifizieren, Serien-Puma werden gelegentlich optisch nachgerüstet.
  • ✓ Zahnriemenwechsel nachweisen lassen und den Zustand der Alcon-Bremsanlage prüfen, Racing-spezifische Teile sind teuer und rar.
  • ✓ Rechtslenker und reine UK-Auslieferung einkalkulieren, im deutschen Markt ist der Racing Puma ein Liebhaber-Objekt.
  • ✓ Ein H-Kennzeichen ist frühestens ab Ende 2029 möglich (Erstzulassung ab Ende 1999 plus 30 Jahre), bis dahin läuft der Racing Puma als Youngtimer.

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Häufige Fragen zum Ford Racing Puma

Was ist ein Ford Racing Puma 2026 wert? +
Der Racing Puma wird fast nur in Großbritannien gehandelt. Im November 2026 führt The Classic Valuer für Verkäufe seit 2020 einen Median von 15.061 Pfund (rund 18.000 Euro), die Spanne reicht von 4.950 bis 29.480 Pfund. Gute Autos erzielten zuletzt 16.430 Pfund (Iconic Auctioneers, September 2025) und 16.348 Pfund (Collecting Cars, Mai 2026), also knapp 20.000 Euro. Daraus ergeben sich rund 32.000 Euro für Topautos (Note 1), 20.000 Euro für gute Exemplare (Note 2), 15.000 Euro im ordentlichen Zustand (Note 3), 9.000 Euro für Autos mit Mängeln (Note 4) und ab rund 5.500 Euro für Restaurierungsobjekte (Note 5). Umrechnung mit 1 Pfund = 1,1993 Euro.
Was ist der Unterschied zwischen Serien-Puma und Racing Puma? +
Der Serien-Puma war ein bezahlbares Frontantriebs-Coupé auf Fiesta-Basis mit 1,4-, 1,6- und 1,7-Liter-Motor bis 125 PS. Der Racing Puma ist die limitierte Sportversion: 155 PS aus dem überarbeiteten 1,7-Liter-Zetec-SE, dazu aufgesetzte Kotflügelverbreiterungen, breitere Spur, Sportfahrwerk, Alcon-Bremsen, Sparco-Schalensitze und Imperial Blue. Gebaut wurden 500 Stück, alle als Rechtslenker für Großbritannien, umgebaut bei Tickford. Während ein guter Serien-Puma in Note 2 bei rund 5.000 Euro liegt, erreicht der Racing Puma etwa das Vierfache.
Warum ist der Racing Puma so selten und gesucht? +
Ford plante 1.000 Racing Puma, je zur Hälfte für Großbritannien und Deutschland. Ford Deutschland stornierte seinen Anteil, sodass nur 500 Rechtslenker für Großbritannien gebaut wurden. Wegen des hohen Neupreises von rund 23.000 Pfund verkaufte er sich schleppend, weniger als die Hälfte ging an Privatkunden. Viele Exemplare litten später unter Rost oder wurden verändert, gute, originale und rostfreie Autos sind daher selten und erzielen klar höhere Preise als durchschnittliche.
Wo rostet der Ford Racing Puma am stärksten? +
Wie die gesamte Puma-Baureihe rostet der Racing Puma oft von innen heraus und unsichtbar, bis der Schaden groß ist. Kritische Stellen sind die hinteren Radläufe, die Schweller und der Kofferraumboden. Beim Racing Puma kommt hinzu, dass die breiten Kotflügel über die Serienbleche geklebt wurden, darunter kann sich unbemerkt Rost bilden, der das Originalblech angreift. Eine gründliche Inspektion auf der Hebebühne ist beim Kauf Pflicht, Reparaturen an den Verbreiterungen sind aufwendig und teuer.
Wie ist die Ersatzteilversorgung beim Racing Puma? +
Bei der allgemeinen Puma- und Fiesta-Technik ist die Versorgung dank Großserien-Basis ordentlich, viele mechanische und Verschleißteile sind verfügbar. Schwierig wird es bei Racing-Puma-spezifischen Teilen: die Kotflügelverbreiterungen, die eigenen GFK-Stoßfänger, Teile der Alcon-Bremsanlage, die Sparco-Sitze und spezielle Innenraum-Details sind selten und teils nur noch gebraucht zu bekommen. Die britische Szene rund um Puma und sportliche Ford ist die zentrale Anlaufstelle für Teile, Restaurierung und Fragen zur Echtheit.
Worauf kommt es beim Wert eines Ford Racing Puma an? +
Entscheidend sind rostfreie Substanz, nachgewiesene Originalität (Imperial Blue, Sparco-Sitze, Alcon-Bremsen, Speedline-Räder, nummerierter Ansaugkrümmer) und eine dokumentierte Historie. Die Spanne ist groß: Ein Auto mit 174.000 Meilen und Rost erzielte im April 2025 nur 6.600 Pfund, ein Wagen mit reparierter Unfallvorgeschichte im April 2026 rund 10.100 Pfund, gute Originale gut 16.000 Pfund. Verrostete oder umgebaute Exemplare bergen trotz niedrigem Kaufpreis hohe Folgekosten.
Welche Klassik-Versicherung passt zum Ford Racing Puma? +
Der Racing Puma lässt sich über Klassik- und Youngtimer-Versicherer abdecken, sofern die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt sind. Für ein gutes Exemplar mit Marktwert um 20.000 Euro, Garage und geringer Jahresfahrleistung ist ein Youngtimer-Tarif mit Wertvereinbarung sinnvoll, zumal ein H-Kennzeichen frühestens Ende 2029 möglich ist. Da der Wagen fast nur in Großbritannien gehandelt wird und alle Exemplare Rechtslenker sind, empfiehlt sich ein aktuelles Wertgutachten als Basis der Versicherungssumme.
Welche Alternativen zum Ford Racing Puma gibt es? +
Im Umfeld der schnellen, seltenen Ford der Zeit sind der Fiesta RS Turbo und der spätere Focus RS Mk1 die nächsten Verwandten, als älterer und weit häufigerer Vertreter auch der Escort XR3i (1982 bis 1990). Konzeptionell vergleichbar sind kompakte Sport-Coupés und sportliche Kleinwagen der 1990er wie der Opel Tigra, der Honda CRX oder der Renault Clio Williams. Der Racing Puma hebt sich durch die Stückzahl von 500 Exemplaren, die verbreiterte Karosserie, die Alcon-Bremsen und sein Fahrwerk deutlich vom Serien-Puma ab.

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Datenquellen
Marktwerte: Stand November 2026. Daten dienen als Indikation, keine Bewertung einzelner Fahrzeuge.