MARKTWERT 2026

Ford Puma

Coupé · 1,4 / 1,6 / 1,7 l, 90–125 PS · 1997–2001

Ford Puma Coupé der Baureihe 1997 bis 2002
Foto: Harvey Bold · CC BY 4.0 · Wikimedia Commons

Der Ford Puma ist ein kleines Coupé der späten 90er, das auf der Technik des Ford Fiesta der vierten Generation entstand, aber eine eigenständige Karosserie erhielt. Ford baute ihn von 1997 bis Dezember 2001 in Köln, verkauft wurde er bis 2002. Er bot agile Fahrdynamik und mit dem gemeinsam mit Yamaha entwickelten 1,7-l-16V (125 PS) ein drehfreudiges Triebwerk. Lange als günstiger Gebrauchter verbraucht, sind gute Exemplare heute selten geworden; die Sonderstellung hat der Racing Puma mit eigener Modellseite. Marktwerte 2026: rund 900 bis 9.000 Euro, Racing Puma deutlich darüber.

Marktwerte nach Zustand

Marktwert-Range mit ±15% Schwankungsbreite. Tatsächlicher Wert variiert je nach Laufleistung, Historie, Originalität und Region.

Zustand Marktwert-Range
Zustand 1 (Topzustand) 7.650 – 10.350 €
Zustand 2 (Gut) 4.250 – 5.750 €
Zustand 3 (Gepflegt) 2.550 – 3.449 €
Zustand 4 (Alltag) 1.530 – 2.070 €
Zustand 5 (Restobjekt) 765 – 1.035 €
Bauzeitraum
1997 – 2002
Versicherung (Zustand 2)
280–380 €/Jahr
Produktionszahl
Rund 133.000 Exemplare von 1997 bis Dezember 2001 (Werk Köln), einschließlich der 500 Racing Puma
H-Kennzeichen ab
2027

Über den Ford Puma

Der Puma erschien 1997 als kleines Sport-Coupé auf der Technik des Fiesta der vierten Generation und wurde im Ford-Werk Köln-Niehl gebaut, bis Dezember 2001 entstanden rund 133.000 Exemplare. Während die Plattform aus dem Kleinwagen-Regal stammte, war die Karosserie eine eigenständige, betont sportlich gezeichnete Coupé-Linie. Herzstück war der 1,7-l-16V-Vierzylinder aus der Zetec-SE-Familie mit 125 PS und variabler Einlass-Nockenwellensteuerung, bei der Vorstellung 1997 als Premiere bei Ford herausgestellt. Er entstand unter Beteiligung von Yamaha, die Nikasil-Beschichtung der Zylinderlaufflächen wurde bei Yamaha in Japan aufgebracht. Ab 1998 gab es einen 1,4 Liter mit 90 PS, der 2000 durch einen 1,6 Liter mit 103 PS ersetzt wurde.

Der Puma punktete vor allem mit seinem Fahrverhalten: leichtes Gewicht, präzise Lenkung und ein agiles Fahrwerk brachten ihm viel Lob der Fachpresse ein. Genau deshalb genießt er bei Fahrenthusiasten bis heute einen sehr guten Ruf.

Darüber steht der Ford Racing Puma: 500 Exemplare, ausschließlich als Rechtslenker für Großbritannien, bei Tickford in Daventry umgebaut, mit 155 PS, verbreiterter Spur, Alcon-Bremsen und Sparco-Sitzen. Geplant waren 1.000 Stück, je zur Hälfte für Deutschland und Großbritannien, der deutsche Anteil entfiel. Der Racing Puma wird deutlich höher gehandelt als die Serienmodelle und hat eine eigene Modellseite.

Lange galt der Puma als billiger, unterschätzter und leicht verfügbarer Gebrauchtwagen, was dazu führte, dass viele Exemplare verschlissen oder verrostet wurden. Rost hat viele Exemplare dahingerafft, gepflegte, rostfreie Fahrzeuge mit Wartungsnachweis sind selten geworden und werden entsprechend höher gehandelt als der verbrauchte Durchschnitt.

Motorisierungen

  • → 1,4-l-16V (Zetec-SE) mit 90 PS, 1998 bis 2000, Einstiegsmotor
  • → 1,6-l-16V (Zetec-SE) mit 103 PS, 2000 bis 2001, Nachfolger des 1,4 Liter
  • → 1,7-l-16V (Zetec-SE) mit 125 PS, variable Einlass-Nockenwellensteuerung und Nikasil-beschichtete Zylinderlaufflächen, unter Beteiligung von Yamaha entwickelt, ganze Bauzeit, häufigste Motorisierung
  • → 1,7-l-16V Racing Puma mit 155 PS, Tickford-Umbau, 500 Exemplare nur für Großbritannien

Karosserie-Varianten

  • → Coupé 3-türig mit Heckklappe (1997 bis 2001), Serie
  • → Racing Puma Coupé, verbreiterte Sport-Sonderserie (500 Exemplare, nur Großbritannien)

Typische Schwachstellen

Vor dem Kauf besonders auf diese bekannten Schwachstellen achten:

  • ! Rost ist das Hauptproblem: hintere Radläufe, Schweller, Türunterkanten, Spiegelfüße, Türsäulen und Scharniere sowie der gesamte Boden, besonders in den vorderen Radhäusern, und der Kofferraum.
  • ! 1,7-l-16V: Die Nikasil-beschichteten Zylinderlaufflächen verlangen Öl der Spezifikation 5W-30 (teilsynthetisch). Ölmangel kann den Motor zerstören, undichte Einspritzdüsen können Zylinderverschleiß verursachen. Blaurauch, schlechtes Anspringen oder Klopfen deuten auf Verschleiß hin.
  • ! Zahnriemen samt Wasserpumpe und Spannrollen alle fünf Jahre oder 80.000 Meilen (rund 129.000 km) wechseln, Wartungsnachweis prüfen.
  • ! Getriebe (IB5) gilt als robust: schwammige Schaltung deutet meist auf ausgeschlagenes Schaltgestänge, Kratzen auf Synchronringe, Mahlen unter Last auf das Hauptwellenlager.
  • ! Elektrik: Fensterheber- und Zentralverriegelungsmotoren, Gebläsevorwiderstand (Gebläse läuft nur auf höchster Stufe) und korrodierte Kontakte zur Heckklappe (Heckwischer, Heckscheibenheizung).
  • ! Innenraum: ausgesessene Fahrersitzwangen, Klappern und durchhängende Hutablage bei hoher Laufleistung; feuchte Teppiche deuten auf Undichtigkeiten.
  • ! Puma-spezifische Karosserieteile sind knapp, Schweller gibt es als Nachfertigung.

Worauf beim Kauf achten

  • ✓ Rost ist der entscheidende Faktor: hintere Radläufe, Schweller und Kofferraumboden genau prüfen, ein rostfreies Exemplar ist deutlich mehr wert.
  • ✓ Der 1,7-l-16V mit 125 PS ist die gesuchteste und häufigste Serien-Motorisierung, 1,4 und 1,6 Liter werden niedriger gehandelt.
  • ✓ Lückenlose Wartungshistorie mit dokumentiertem Zahnriemen-Wechsel ist Pflicht, ein Motorschaden übersteigt schnell den Fahrzeugwert.
  • ✓ Ölstand und Ölzustand prüfen und auf Blaurauch, Klopfen und schlechtes Anspringen achten; leichtes Ticken beim Kaltstart ist normal.
  • ✓ Racing Puma nur mit dokumentierter Echtheit und Historie kaufen: Es gibt 500 Exemplare, alle Rechtslenker für Großbritannien, nummeriert am Ansaugkrümmer.
  • ✓ Originalität, gepflegtes Interieur und vollständige Ausstattung steigern den Wert, übermäßiges Tuning mindert ihn.
  • ✓ Das H-Kennzeichen ist für die ersten Fahrzeuge mit Erstzulassung 1997 frühestens 2027 möglich, für spätere entsprechend 30 Jahre nach Erstzulassung.

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Ehrlich einschätzen — der Zustand beeinflusst den Wert mehr als jedes andere Merkmal.

Häufige Fragen zum Ford Puma

Was ist ein Ford Puma 2026 wert? +
Die Serienmodelle sind weiterhin ein bezahlbarer Einstieg: einfache, gebrauchsspurige Exemplare liegen 2026 bei rund 900 bis 1.800 Euro, ein gepflegter 1,7 Liter in Note 2 bei etwa 5.000 Euro, herausragende, rostfreie Originale erreichen bis zu 9.000 Euro. Der seltene Racing Puma spielt in einer eigenen Liga und wird deutlich höher gehandelt.
Was ist der Ford Racing Puma? +
Der Ford Racing Puma war eine Sport-Sonderserie von 500 Exemplaren, alle als Rechtslenker für Großbritannien und bei Tickford in Daventry umgebaut. Er erhielt einen auf 155 PS gesteigerten 1,7-l-Motor, eine deutlich verbreiterte Karosserie, ein Sportfahrwerk, spezielle Felgen und ein Alcantara-Interieur. Wegen der kleinen Stückzahl, des eigenständigen Auftritts und des sportlichen Charakters ist der Racing Puma der mit Abstand gesuchteste Puma und erzielt ein Vielfaches der Serienmodelle. Echtheit und Historie sind hier wertentscheidend.
Was macht den Puma für Liebhaber interessant? +
Der Puma verbindet ein eigenständiges Coupé-Design auf Kleinwagen-Basis mit einem für seine Klasse sehr gelobten Fahrverhalten und dem drehfreudigen 1,7-l-16V mit 125 PS. Von rund 133.000 gebauten Exemplaren hat Rost viele dahingerafft, gepflegte, rostfreie Fahrzeuge sind selten geworden. Gesucht sind vor allem 1,7 Liter mit Historie sowie die Sondermodelle Millennium (1.000 Stück in Zinkgelb) und Black (1.600 Stück).
Wie ist die Ersatzteilversorgung beim Puma? +
Mechanische Teile sind dank der gemeinsamen Plattform mit Fiesta und Ka überwiegend gut und günstig verfügbar. Verschleißteile, Fahrwerk und Standard-Motorkomponenten sind unkompliziert zu beschaffen. Schwieriger wird es bei Puma-spezifischen Karosserieteilen, Originalteile sind knapp; Schweller gibt es als Nachfertigung, für Racing-Puma-Spezifika ist die Lage noch enger. Die aktive Ford-Youngtimer-Szene und spezialisierte Foren sind hier die besten Quellen für seltene Originalteile.
Wo rostet der Ford Puma am stärksten? +
Die kritischste Stelle sind die hinteren Radläufe, die häufig und teils früh durchrosten. Auch Schweller, Türunterkanten, Spiegelfüße, Türsäulen und Scharniere sowie der Boden, besonders in den vorderen Radhäusern, sind betroffen. Da viele Pumas lange als günstige Alltagsautos liefen und entsprechend wenig gepflegt wurden, ist die Rostvorsorge oft vernachlässigt worden. Eine genaue Inspektion der Radläufe und Hohlräume sowie eine Schichtdickenmessung sind beim Kauf Pflicht, denn Karosserie-Instandsetzung kann den niedrigen Fahrzeugwert schnell übersteigen.
Lohnt sich der Ford Puma als Wertanlage? +
Der Puma ist vor allem ein Liebhaberfahrzeug zum Fahren, keine Geldanlage. Die Werte bewegen sich auf niedrigem Niveau: einfache Exemplare kosten rund 900 bis 1.800 Euro, sehr gute 1,7 Liter mit geringer Laufleistung bis etwa 9.000 Euro. Wertentscheidend sind rostfreie Substanz, lückenlose Historie und Originalität. Der Racing Puma wird deutlich höher gehandelt und hat eine eigene Modellseite.
Welche Klassik-Versicherung passt zum Puma? +
Sobald der Puma als Youngtimer eingestuft werden kann, ist er günstig über Klassik- oder Youngtimer-Tarife abzudecken. Anbieter mit dezidierten Youngtimer-Tarifen wie Carisma oder die Youngtimer-Angebote von OCC und Helvetia sind einen Vergleich wert. Beim Racing Puma empfiehlt sich wegen des höheren Werts eine individuelle Wertvereinbarung mit aktuellem Wertnachweis.
Welche Alternativen zum Ford Puma gibt es? +
Im Segment der kleinen Coupés und sportlichen Kleinwagen der späten 90er: Opel Tigra A (direkter Konzept-Konkurrent), Honda CRX del Sol, Toyota Paseo, Renault Mégane Coupé und der sportlichere VW Lupo GTI als Kleinwagen-Alternative. Der Puma hebt sich durch sein gelobtes Fahrverhalten, das eigenständige Design und den drehfreudigen 1,7-l-16V ab.

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Datenquellen
Marktwerte: Stand November 2026. Daten dienen als Indikation, keine Bewertung einzelner Fahrzeuge.