Opel Kadett C GT/E
Coupé · 1,9- und 2,0-l-Einspritzer · 1975–1979
Der Opel Kadett C GT/E ist die sportliche Spitzenversion des Kadett-C-Coupés. Opel stellte ihn auf der IAA 1975 vor; VW zeigte dort den Golf GTI, der aber erst im Juli 1976 auf den Markt kam. Die erste Serie (1975–1977) hatte einen 1,9-l-CIH-Vierzylinder mit Bosch-L-Jetronic und 105 PS, die zweite Serie GT/E 2 (1977–1979) einen 2,0-l-Einspritzer mit 115 PS. Gebaut wurden rund 8.660 GT/E der ersten und 2.234 der zweiten Serie. Marktwerte Stand November 2026: 3.500 bis rund 40.000 Euro.
Marktwerte nach Zustand
Marktwert-Range mit ±15% Schwankungsbreite. Tatsächlicher Wert variiert je nach Laufleistung, Historie, Originalität und Region.
| Zustand | Marktwert-Range |
|---|---|
| Zustand 1 (Topzustand) | 34.000 – 46.000 € |
| Zustand 2 (Gut) | 22.100 – 29.899 € |
| Zustand 3 (Gepflegt) | 14.025 – 18.975 € |
| Zustand 4 (Alltag) | 6.375 – 8.625 € |
| Zustand 5 (Restobjekt) | 2.975 – 4.024 € |
Über den Opel Kadett C GT/E
Der Kadett C kam im August 1973 als letzter Kadett mit Hinterradantrieb auf den Markt. Das sportliche Coupé GT/E debütierte auf der IAA 1975. Der VW Golf GTI wurde auf derselben Messe gezeigt, kam aber erst im Juli 1976 auf den Markt. Der GT/E gehört damit zu den frühen kompakten Sportmodellen mit Benzineinspritzung.
Die erste Serie (1975–1977) nutzte den 1,9-l-CIH-Motor (1.897 cm³) mit Bosch-L-Jetronic und 105 PS, der auch im Manta eingesetzt wurde. Der Listenpreis lag 1975 bei 12.950 Mark und damit rund 30 Prozent über einem Kadett Coupé 1,2 S (9.970 Mark). Dafür gab es unter anderem dickere Stabilisatoren, ein strafferes Fahrwerk, H4-Scheinwerfer und die markante Lackierung in Gelb/Schwarz. Ein Fünfganggetriebe von ZF und ein Sperrdifferenzial waren gegen Aufpreis lieferbar.
1977 folgte der GT/E 2 in Gelb/Weiß mit einem 2,0-l-Einspritzer (1.979 cm³, 115 PS), serienmäßigem ZF-Fünfganggetriebe und Sperrdifferenzial. Er war zunächst als Serie von 1.000 Stück für die Homologation im Motorsport gedacht und wurde wegen der Nachfrage in weiteren Serien nachgebaut. Insgesamt entstanden rund 8.660 GT/E der ersten Serie und 2.234 GT/E 2. Ab 1976 setzte Opel GT/E-Rallyeversionen mit den Werksfahrern Walter Röhrl und Rauno Aaltonen ein, unter anderem bei der Rallye Monte Carlo und der Rallye Portugal.
Einfache Kadett-C-Coupés werden deutlich günstiger gehandelt als der GT/E. Originale, rostfreie Exemplare mit funktionierender L-Jetronic und kompletter GT/E-Ausstattung sind selten, weil viele Autos im Motorsport oder durch Tuning stark verändert wurden.
Motorisierungen
- → 1,9-l-CIH-Vierzylinder (1.897 cm³) mit Bosch-L-Jetronic, 105 PS, 1975–1977, GT/E erste Serie
- → 2,0-l-CIH-Vierzylinder 2,0 EH (1.979 cm³) mit Bosch-L-Jetronic, 115 PS, 1977–1979, GT/E 2
Karosserie-Varianten
- → Coupé GT/E (1975–1977), erste Serie, meist Gelb/Schwarz
- → Coupé GT/E 2 (1977–1979), zweite Serie, Gelb/Weiß, später auch in Signalfarben
Typische Schwachstellen
Vor dem Kauf besonders auf diese bekannten Schwachstellen achten:
- ! Karosserie-Rost an Radläufen, Türschwellern, vorderen Kotflügeln, Stehblechen, A-Säulen und Endspitzen sowie unter den Scheibendichtungen, beim Kadett C das wichtigste Prüfthema.
- ! CIH-Motor: obenliegende Nockenwelle mit Kettenantrieb. Im Alter treten Undichtigkeiten und poröse Gummiteile auf, gelegentlich auch defekte Wasserpumpen und zugesetzte Kühler. Lange Standzeiten schaden zusätzlich.
- ! Bosch-L-Jetronic: Umbauten auf Doppelvergaser kommen vor. Eine funktionierende Original-Einspritzung ist wertrelevant, Einstellung und Fehlersuche erfordern Erfahrung.
- ! Fahrwerk und Antrieb: Sportliche Fahrweise erhöht den Verschleiß vor allem am Fahrwerk. Starrachse, Fünfganggetriebe und Sperrdifferenzial bei Autos mit Motorsportvergangenheit genau prüfen.
- ! Innenraum und Anbauteile: Zierleisten sind schwer zu bekommen, GT/E-spezifische Teile sind teuer. Ab Werk war die Ausstattung spartanisch (kein Radio, wenig Dämmung).
- ! Identitäts-Risiko: einfache Kadett-C-Coupés werden zu GT/E aufgewertet, Echtheit über Fahrgestellnummer, Motorcode und Ausstattungsdetails prüfen.
- ! Tuning-Folgen: viele GT/E wurden im Rallyesport oder durch Tuning stark beansprucht, teils mit fremden Motoren. Originalzustand mit Historie ist heute selten.
Worauf beim Kauf achten
- ✓ Originalität und nachgewiesene GT/E-Echtheit sind die wichtigsten Kaufkriterien, da viele Standard-Kadett zu GT/E aufgewertet wurden.
- ✓ Rost ist das entscheidende Thema: Schweller, Radläufe und Bodenbleche genau prüfen, eine Hebebühnen-Inspektion ist Pflicht.
- ✓ Funktion der L-Jetronic auf der Probefahrt testen: sauberer Kaltstart, stabiler Leerlauf, gleichmäßiger Lauf, da Einspritzteile teuer und rar sind.
- ✓ Komplette, originale Sportausstattung (Sitze, Instrumente, Dekor, Felgen) ist wertentscheidend, fehlende GT/E-Teile sind schwer zu beschaffen.
- ✓ Originaler Motor mit passenden Nummern und eine lückenlose Historie heben den Wert deutlich.
- ✓ Auf saubere Schweißarbeiten und fachgerechte Restaurierungen achten, GT/E mit dokumentierter Aufarbeitung sind sicherer als günstige Projekte.
- ✓ H-Kennzeichen ist für die GT/E ab 2005 möglich, was Steuer und Klassik-Versicherung erleichtert.
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Häufige Fragen zum Opel Kadett C GT/E
Was ist ein Opel Kadett C GT/E 2026 wert? +
War der Kadett C GT/E vor dem Golf GTI da? +
Was ist der Unterschied zwischen GT/E und GT/E 2? +
Wie ist die Ersatzteilversorgung beim Kadett C GT/E? +
Wo rostet der Kadett C GT/E am stärksten? +
Worauf kommt es beim Wert eines Kadett C GT/E an? +
Welche Klassik-Versicherung passt zum Kadett C GT/E? +
Welche Alternativen zum Kadett C GT/E gibt es? +
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title="Opel Opel Kadett C GT/E Marktwert-Check"
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- Opel/Stellantis Presse: 50 Jahre Opel Kadett C
- Opel Kadett C Club Belgium-Holland: Coupé (GT/E, GT/E 2)
- Auto Bild: Opel Kadett C GT/E
- Auto Zeitung: Opel Kadett C GT/E Kaufberatung
- Hiscox Pocket Price Guide 2026
- Classic Trader: Opel Kadett C Coupé