Alfa Romeo GT (937)
Bertone-Coupé · 1.8 TS / 2.0 JTS / 1.9 JTD / 3.2 V6 · 2003–2010
Der Alfa Romeo GT (Typ 937) ist ein elegantes Coupé auf Basis des 156/147 und das letzte in Serie gebaute Alfa-Modell, das von Bertone gezeichnet wurde. Von 2003 bis 2010 gebaut, kombinierte der GT die schöne Bertone-Linie mit einer breiten Motorenpalette von der 1.8 TS und 2.0 JTS über den 1.9 JTD Turbodiesel bis zum gesuchten 3.2L-Busso-V6 mit 240 PS. Lange ein erschwinglicher Gebrauchter, gilt der GT heute, vor allem als V6, als charaktervoller, designstarker Youngtimer. Marktwerte Stand Oktober 2026: Vierzylinder und Diesel rund 1.000 bis 10.000 Euro je nach Zustand, gepflegte 3.2 V6 werden derzeit um 18.000 bis 24.000 Euro angeboten.
Marktwerte nach Zustand
Marktwert-Range mit ±15% Schwankungsbreite. Tatsächlicher Wert variiert je nach Laufleistung, Historie, Originalität und Region.
| Zustand | Marktwert-Range |
|---|---|
| Zustand 1 (Topzustand) | 8.500 – 11.500 € |
| Zustand 2 (Gut) | 5.525 – 7.474 € |
| Zustand 3 (Gepflegt) | 3.400 – 4.600 € |
| Zustand 4 (Alltag) | 1.700 – 2.300 € |
| Zustand 5 (Restobjekt) | 850 – 1.150 € |
Über den Alfa Romeo GT (937)
Der Alfa Romeo GT erschien 2003 als zweitüriges Coupé auf der Plattform des 156 und 147. Die Karosserie entwarf Giuliano Biasio bei Bertone, gebaut wurde der GT jedoch nicht bei Bertone, sondern im Alfa-Werk Pomigliano d'Arco. Er gilt als das letzte Serienmodell von Alfa Romeo, das aus dem traditionsreichen Designhaus stammt. Die fließende, klassisch proportionierte Coupé-Linie mit dem markanten Heck brachte ihm 2004 die Auszeichnung „L’Automobile più Bella del Mondo“ als schönstes Coupé ein.
Die Motorenpalette war breit: Einstieg war der 1.8 TS, darüber rangierten der 2.0 JTS mit Direkteinspritzung und der sparsame, kräftige 1.9 JTD Turbodiesel mit 150 PS, ab 2008 auch mit 170 PS. Die Krone bildete der 3.2L-Busso-V6 mit rund 240 PS, der dem GT echten Sportwagen-Charakter, einen unverwechselbaren Klang und kräftige Fahrleistungen verlieh. Der V6 ist heute die mit Abstand gesuchteste Variante.
Der V6 verschwand 2007 aus dem Programm (in Deutschland Mitte 2007), 2.0 JTS und 1.9 JTD blieben bis zum Produktionsende 2010. Bis dahin entstanden 80.832 Exemplare. Ein großes Facelift gab es nicht, nur kleine Retuschen 2006, was die zeitlose Linie unterstreicht.
Lange war der GT ein erschwinglicher Gebrauchtwagen, der wie viele Alfa der Zeit unter Wertverlust und teils mäßiger Pflege litt. Heute schätzen Enthusiasten den GT als charaktervollen, designstarken Youngtimer, besonders den 3.2 V6 mit dem Busso-Triebwerk. Gepflegte, rostfreie V6-Exemplare mit Historie sind gesucht und werden deutlich höher gehandelt, während die Vierzylinder und der Diesel den günstigen Einstieg bilden.
Motorisierungen
- → 1.8 Twin Spark, 140 PS, 163 Nm, Einstiegsmotor
- → 2.0 JTS (Direkteinspritzer), 165 PS, 206 Nm, auf Wunsch mit Selespeed
- → 1.9 JTD 16V Turbodiesel, 150 PS (305 Nm), ab 2008 auch 170 PS (330 Nm)
- → 3.2 V6 24V (Busso), 240 PS, 300 Nm, bis 2007 (in Deutschland bis Mitte 2007), gesuchte Topvariante
Karosserie-Varianten
- → Coupé 2-türig (2003 bis 2010), alle Motorisierungen
Typische Schwachstellen
Vor dem Kauf besonders auf diese bekannten Schwachstellen achten:
- ! 3.2 Busso V6: Zahnriemen samt Spannrolle und Wasserpumpe nach Intervall wechseln (Werkstattportale nennen 120.000 km bzw. 5 Jahre, Classics World 60.000 Meilen bzw. 5 Jahre), ein Riss bedeutet kapitalen Motorschaden, lückenlose Historie Pflicht.
- ! Rost vor allem an den Schwellern, wo Dämmmaterial Feuchtigkeit hält, sowie an den Hilfsrahmen; die dünnen Seitenschweller-Verkleidungen sind zudem dellenanfällig.
- ! Vierzylinder: Zahnriemen-Intervall ist kurz (Werkstattportale 60.000 km bzw. 5 Jahre, Classics World 36.000 Meilen bzw. 3 Jahre); beim 1.8 TS rasselnde Nockenwellenversteller und hoher Ölverbrauch, beim 2.0 JTS defekte Zündspulen und Einspritzdüsen.
- ! 1.9 JTD: Turbolader und AGR-Ventil als Verschleißpunkte, brechende Kunststoff-Drallklappen im Ansaugtrakt können den Motor beschädigen.
- ! V6-Modelle: hoher Verbrauch (rund 12,4 l/100 km), mögliche Probleme an Zylinderkopfdichtung, Ölkühler und Katalysatoren; der enge Motorraum macht Arbeiten aufwendig.
- ! Elektrik gilt als anfällig, dazu defekte Türgriffe; am Fahrwerk verschleißen obere Querlenkerlager sowie Lager an Hinterachse und Längslenkern.
- ! Selespeed (automatisiertes Schaltgetriebe beim 2.0 JTS): Elektronik, Pumpe und Aktuator können teuer ausfallen.
Worauf beim Kauf achten
- ✓ Der 3.2 V6 mit Busso-Motor ist die gesuchteste und am höchsten gehandelte Variante, die Vierzylinder und der JTD-Diesel sind der günstige Einstieg.
- ✓ Beim V6 ist die dokumentierte Zahnriemen-Historie das wichtigste Kaufkriterium, ein vernachlässigtes Intervall kann den Motor zerstören.
- ✓ Karosserie-Substanz prüfen, vor allem Schweller und Hilfsrahmen auf Rost kontrollieren.
- ✓ Lückenlose Wartung, vollständige Historie und gepflegtes Interieur steigern den Wert, gerade beim V6.
- ✓ Beim 1.8 TS auf rasselnde Nockenwellenversteller und Ölverbrauch achten, beim 2.0 JTS auf Zündspulen und Einspritzdüsen, beim 1.9 JTD auf Turbolader, AGR-Ventil und Drallklappen. Selespeed-Getriebe nur mit Funktionsnachweis kaufen.
- ✓ Originalität und unverbastelter Zustand sind wichtig, übermäßiges Tuning mindert den Sammlerwert.
- ✓ H-Kennzeichen ist erst ab 2033 möglich, der Wert des V6 basiert daher auf Design, Busso-Charakter und Sammlernachfrage.
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Häufige Fragen zum Alfa Romeo GT (937)
Was ist ein Alfa Romeo GT (937) 2026 wert? +
Warum ist der Alfa GT als letzter Bertone-Alfa besonders? +
Welcher Alfa GT ist der gesuchteste? +
Wie ist die Ersatzteilversorgung beim Alfa GT? +
Rostet der Alfa Romeo GT? +
Ist der Alfa GT eine gute Wertanlage? +
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- Wikipedia (en) Alfa Romeo GT
- Classics World: Alfa Romeo GT buyer's guide
- Hagerty UK: Valuation Verdict Alfa Romeo GT 3.2 V6
- Carrozzieri Italiani: The Alfa Romeo GT designed by Bertone