KAUFBERATUNG 2026

Porsche Boxster und Cayman (987) Kaufberatung 2026

Der Mittelmotor-Roadster und das Coupé, ein vergleichsweise günstiger Einstieg in die Porsche-Welt

Porsche Cayman 987, Mittelmotor-Coupé der Baureihe 987
Foto: FotoSleuth · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons

Boxster und Cayman der Baureihe 987 teilen sich Plattform, Motoren und Technik und bilden zusammen einen vergleichsweise günstigen Weg zu einem Mittelmotor-Porsche. Der Boxster ist der offene Roadster (ab 2004), der Cayman das geschlossene, steifere Coupé (ab 2005). Beide gelten dank ihres Mittelmotor-Layouts als sehr fahraktiv. Entscheidend ist die Generation: 987.1 (bis 2008) mit M96/M97-Motor und IMS-Lager-Risiko, 987.2 (ab 2009) mit der neuen Motorengeneration 9A1 ohne Zwischenwelle. Direkteinspritzung haben dabei nur die 3,4-Liter-Versionen, der 2,9-Liter des Basismodells arbeitet mit Saugrohreinspritzung.

Das Wichtigste in Kürze
Für wen geeignet
Boxster und Cayman der zweiten Generation; ein vergleichsweise günstiger Mittelmotor-Porsche.
Preisspanne (Note 2)
Boxster 19.000–42.000 €, Cayman 22.000–48.000 €.
Größtes Risiko
IMS-Lager und Riefen in den Zylinderlaufbahnen beim 987.1 (M96/M97); ab 987.2 (9A1) ohne IMS-Lager, Endoskopie trotzdem sinnvoll.
Inhalt dieser Kaufberatung
  1. Modell-Historie und Bauzeitraum
  2. Karosserie-Varianten im Überblick
  3. Motorisierungen im Überblick
  4. Rost-Hotspots, die kritischen Zonen
  5. Allgemeine Schwachstellen
  6. H-Kennzeichen-Voraussetzungen
  7. Unterhaltskosten pro Jahr (Richtwerte)
  8. Kauf-Checkliste
  9. Welcher passt zu dir?
  10. Varianten im Wert-Vergleich
  11. Bezugsquellen
  12. Häufige Fragen

Modell-Historie und Bauzeitraum

Der Boxster 987 löste 2004 den 986 ab und reifte mit klarer gezeichneter Karosserie und höherwertigem Innenraum zum vollwertigen Sportwagen. Ende 2005 folgte mit dem Cayman S erstmals ein geschlossenes Coupé auf derselben Mittelmotor-Plattform, dessen festes Dach für eine steifere Karosserie und ein noch präziseres Fahrverhalten sorgt; der Cayman mit 2,7-Liter-Motor kam 2006 dazu. Porsche positionierte beide bewusst unter dem 911.

Die erste Phase 987.1 (Boxster 2004 bis 2008, Cayman 2005 bis 2008) nutzte die Motoren M96 und M97: je nach Modell 2,7 bis 3,4 Liter mit 240 bis 295 PS. Diese Motoren haben wie die zeitgleichen Carrera-Modelle eine Zwischenwelle mit IMS-Lager, dazu können Riefen in den Zylinderlaufbahnen (Bore Scoring) auftreten.

Die zweite Phase 987.2 (ab 2009) brachte die neue Motorengeneration 9A1 ohne Zwischenwelle: 2,9 Liter mit Saugrohreinspritzung im Basismodell, 3,4 Liter mit Benzin-Direkteinspritzung in den S-Versionen, dazu erstmals wahlweise das Doppelkupplungsgetriebe PDK anstelle der Tiptronic S. Das 987.2 gilt deshalb vielen als die empfehlenswertere Phase der Baureihe.

Über den Volumen-Modellen stehen die Sondermodelle: der leichte, puristische Boxster Spyder (2010 bis 2011) und der Cayman R (ab Februar 2011), beide mit Leichtbau und mehr Leistung und heute deutlich über den Serienmodellen gehandelt. Caymans werden in der Regel etwas teurer gehandelt als vergleichbare Boxster.

2012 löste der Boxster (Typ 981) den 987 ab, der Cayman (Typ 981c) folgte 2013. Heute gelten Boxster und Cayman 987 als vergleichsweise günstige Fahrmaschinen; besonders gefragt sind die 987.2 ohne IMS-Risiko und die Sondermodelle.

Bauzeitraum
2004–2012
Produktionszahl
79.039 Boxster (987) laut Porsche, einschließlich Boxster S, RS 60 Spyder und Boxster Spyder; eine offizielle Gesamtzahl für den Cayman (987) liegt nicht vor. Limitiert waren u. a. der Boxster S RS 60 Spyder (1.960 Exemplare) und die Cayman S Porsche Design Edition 1 (777 Exemplare).
Produktionsstätte
Boxster: Porsche-Werk Zuffenhausen und Valmet Automotive in Uusikaupunki (Finnland); Cayman: größtenteils Valmet Automotive in Uusikaupunki

Karosserie-Varianten

987 Boxster / Boxster S 2004–2012

Mittelmotor-Roadster mit Stoffverdeck. S mit stärkerem Motor und größeren Bremsen.

987 Boxster Spyder (Sondermodell) 2010–2011

Leichtbau, minimalistisches, von Hand zu montierendes Stoffverdeck, 320 PS, 1.275 kg; Porsche nennt je nach Quelle 1.667 oder 1.944 gebaute Exemplare. Puristisches Sondermodell.

987 Cayman / Cayman S 2005–2012

Geschlossenes Coupé, steifere Karosserie, gilt als das fahraktivere Auto. S mit 3,4 Litern.

987 Cayman R (Sondermodell) 2011–2012

Leichtbau (rund 55 kg leichter als der Cayman S), 330 PS, schärferes Setup.

Motorisierungen im Überblick

Die wichtigsten Triebwerke der Baureihe. Für motorisierungsspezifische Schwachstellen und Marktwerte siehe die einzelnen Modell-Seiten unten.

M96/M97 (2,7 l / 3,2–3,4 l Sechszylinder-Boxer, 987.1 2004–2008)

240 bis 295 PS (Boxster 2,7 l anfangs 240 PS, ab MJ 2007 245 PS; Boxster S 3,2 l 280 PS, ab MJ 2007 3,4 l 295 PS; Cayman 245 PS, Cayman S 295 PS). IMS-Lager-Risiko und mögliche Riefen in den Zylinderlaufbahnen (Bore Scoring). Vor Kauf prüfen.

9A1 (2,9 l Saugrohreinspritzung, 987.2 Basis ab 2009)

255 PS (Boxster) bzw. 265 PS (Cayman). Neue Motorengeneration ohne Zwischenwelle und IMS-Lager.

9A1 (3,4 l Direkteinspritzer, 987.2 S ab 2009)

310 PS (Boxster S) bzw. 320 PS (Cayman S), optional PDK. Kein IMS-Lager.

9A1 (3,4 l Direkteinspritzer, Boxster Spyder / Cayman R 2010–2011)

320 PS (Spyder) bzw. 330 PS (Cayman R), Leichtbau. Sondermodelle.

Rost-Hotspots, die kritischen Zonen

Rost ist der mit Abstand wichtigste Wertkiller. Diese Stellen vor dem Kauf zwingend prüfen. Der Schwere-Indikator zeigt den Reparatur-Aufwand.

Schweller und Wagenheber-Aufnahmen

Niedrig

Beim 987 selten, bei vernachlässigten oder unfallreparierten Exemplaren möglich.

Türunterkanten und Ablaufbohrungen

Niedrig

Verstopfte Abläufe können Feuchtigkeit stauen, besonders beim Boxster.

Frontspoiler und Unterboden

Niedrig

Tiefliegende Karosserie, Aufsetzer und Steinschlag können Lack und Flugrost verursachen.

Allgemeine Schwachstellen

Diese Probleme treten unabhängig von der Motorisierung auf. Motorspezifische Schwachstellen findest du auf den einzelnen Modell-Seiten.

  • !
    IMS-Lager (nur 987.1, M96/M97 bis 2008) Werkstatt
    Ausfallrisiko vorhanden, bei Versagen Motorschaden; Sanierungsnachweis als Verhandlungspunkt.
  • !
    Riefen in den Zylinderlaufbahnen / Bore Scoring (M96/M97) Werkstatt
    Endoskopie und Kaltlaufgeräusch prüfen.
  • !
    987.2 (9A1-Motor) Werkstatt
    Kein IMS-Lager mehr; bei den 3,4-Liter-Modellen mit Direkteinspritzung können sich Ablagerungen auf der Einlassseite bilden. Eine Endoskopie der Zylinder ist auch hier sinnvoll.
  • !
    Wasserpumpe und Kühlsystem selbst oder Werkstatt
    Plastikkomponenten altern, vorbeugender Tausch sinnvoll.
  • !
    Koppelstangen und Querlenker selbst oder Werkstatt
    Verschleiß zeigt sich durch Poltern, günstig zu beheben.
  • !
    Verdeck (Boxster) selbst oder Werkstatt
    Hydraulik, Mikroschalter und Verdeckstoff prüfen.
  • !
    Kupplung und PDK-Service Werkstatt
    Bei hoher Laufleistung beachten.
  • !
    Klimakondensatoren selbst oder Werkstatt
    Korrosion möglich, Funktion prüfen.

H-Kennzeichen, was du wissen musst

Erste Modelle H-fähig ab
2034
Jährliche Kfz-Steuer
Vor H-Kennzeichen über Youngtimer-Tarife absicherbar (ab 20 Jahren). Klassik-Tarife orientieren sich am dokumentierten Wert und sind hier vergleichsweise günstig.

Erste Boxster 987 (2004) ab 2034 H-fähig, Cayman (2005) ab 2035, späteste 987 (2012) ab 2042. Bis dahin Youngtimer.

Voraussetzungen
  • ✓ Erstzulassung mindestens 30 Jahre zurück (erste 987 ab 2034)
  • ✓ Weitgehend originaler Zustand der Karosserie und Technik
  • ✓ Originale Motorisierung dokumentiert
  • ✓ Positives H-Gutachten durch TÜV/DEKRA/GTÜ

Unterhaltskosten pro Jahr (Richtwerte)

Richtwerte, keine Einzelbelege: grobe Orientierung für die jährlichen Kosten bei Liebhaber-Nutzung mit wenigen tausend Kilometern. Die tatsächlichen Kosten hängen stark von Zustand, Variante, Werkstatt und Eigenleistung ab. Fest steht nur die Kfz-Steuer mit H-Kennzeichen (pauschal 191,73 € für Pkw).

Versicherung (Klassik-Tarif) 350–700 € (Youngtimer-Tarif)
Kfz-Steuer rund 180–300 € nach Hubraum (Erstzulassung ab Juli 2009 zusätzlich CO2-Anteil); H-Pauschale 191,73 € erst ab 2034 möglich
Wartung und Inspektion 400–900 €
Verschleißteile (anteilig) 250–550 €
Jährliche Schraubereien 400–1.000 €
Summe pro Jahr (Richtwert) ca. 1.600–3.450 € pro Jahr

Versicherungs-Spanne über unseren Klassik-Versicherungs-Vergleicher konkretisierbar.

Kauf-Checkliste

Diese Punkte vor dem Kauf systematisch prüfen. Idealerweise mit einem Klassiker-Sachverständigen oder im Beisein eines erfahrenen Schraubers.

Generation und Motor

  • 987.1 (M96/M97, mit IMS-Lager) oder 987.2 (9A1, ohne IMS-Lager; Direkteinspritzung nur beim 3,4 l) eindeutig bestimmen
  • Bei 987.1: IMS-Status und Bore-Scoring-Endoskopie dokumentiert?
  • Kaltstart anhören (klopfendes Geräusch)
  • Auch bei 987.2: Endoskopie der Zylinderlaufbahnen
  • Kompressions- und Leistungsmessung

Karosserie und Verdeck

  • Boxster: Verdeckhydraulik, Mikroschalter und Verdeckstoff prüfen
  • Unterboden und Frontspoiler auf Aufsetzer kontrollieren
  • Lackdickenmessung, Unfallspuren ausschließen
  • Cayman: Heckklappe und Dichtungen prüfen

Fahrwerk und Getriebe

  • Koppelstangen und Querlenker auf Poltern prüfen
  • Handschalter-Schaltbarkeit oder PDK-Service
  • Bremsen und Reifenalter checken
  • Bei Spyder / Cayman R: Originalität und Leichtbau-Teile prüfen

Dokumentation

  • Porsche-Scheckheft mit Stempeln oder Spezial-Werkstatt-Belegen
  • IMS / Bore-Scoring-Status dokumentiert (987.1)
  • Lückenlose Vorbesitzerkette
  • TÜV-Bericht aktuell

Welcher passt zu dir?

Entscheidungshilfe nach Käufer-Profil: finde die richtige Motorisierung und Karosserie-Variante für deinen Einsatzzweck.

Günstigster Einstieg in die Baureihe 987

Porsche 987.1 Boxster (2004–2008)

Offener Mittelmotor-Roadster mit M96/M97, Markt ab rund 8.000 € (Note 5) bzw. 13.000 € (Note 4), Note 3 rund 19.000 €. Wichtig: IMS-Status dokumentiert.

Die fahraktivere, sorgenfreiere Wahl

Porsche 987.2 Cayman S (2009–2012)

Geschlossenes Coupé, steifere Karosserie, 9A1-Motor ohne IMS. Markt rund 30.000 € (Note 2) bis 48.000 €. Für viele die empfehlenswerteste Variante der Baureihe.

Offener Fahrspaß mit mehr Leistung

Porsche 987.2 Boxster S (2009–2012)

Offen fahren ohne IMS-Sorge, 310 PS. Markt rund 27.000 € (Note 2) bis 42.000 € (Note 1).

Leichtbau-Sondermodelle

Boxster Spyder (2010–2011) oder Cayman R (2011–2012)

Leichtbau-Sondervarianten mit eigener, höherer Preisklasse oberhalb der Note-1-Werte. Authentizität und Originalität zwingend prüfen.

Alle Varianten im Wert-Vergleich

Klick auf eine Variante für die detaillierte Marktwert-Analyse und motorisierungs-spezifische Schwachstellen.

Variante Motor Leistung Verbrauch Eignung Wert (Note 2)
987 Boxster / S M96/M97 (2,7/3,2/3,4 l) / 9A1 (2,9 l; 3,4 l mit Direkteinspritzung) 240–320 PS 9–12 l/100km Sportwagen-Einstieg / Saison-Cruiser 27.000 €
987 Cayman / S M97 (2,7/3,4 l) / 9A1 (2,9 l; 3,4 l mit Direkteinspritzung) 245–330 PS 9–12 l/100km Sportwagen-Einstieg / Fahrerauto 30.000 €

Bezugsquellen, wo du dieses Modell findest

Vier Wege zum Klassiker, jeweils mit typischer Preislage und Risiko. Welcher passt, hängt von Budget, Zeit und gewünschter Absicherung ab.

Händler

Gepflegte Exemplare beim Porsche-Zentrum bzw. Klassiker-Spezialisten mit Historie und Gewährleistung.

Privatkauf

Auf mobile.de, Classic Trader und in der Community; eine Vorkauf-Untersuchung (PPI) beim Porsche-Spezialisten ist Pflicht. Beim 987.1 IMS-Status klären, beim 987.2 eine Endoskopie der Zylinder einplanen.

Auktion

Für seltene und dokumentierte Exemplare (Bring a Trailer, Classic Trader, RM Sotheby's).

Import

Teils aus dem Ausland (USA); bei Importen Vollabnahme nach §21 StVZO und Euro-Spezifika prüfen.

Häufige Fragen zur Porsche-987-Reihe

Was ist ein Porsche Boxster oder Cayman 987 wert? +
Ein Boxster 987 liegt 2026 zwischen rund 19.000 € (Note 3) und 42.000 € (Note 1, etwa ein Top-987.2 S). Fahrbereite Exemplare mit Mängeln beginnen bei rund 13.000 € (Note 4), Restaurierungsfälle bei rund 8.000 €. Der Cayman 987 liegt höher, zwischen rund 22.000 € (Note 3) und 48.000 € (Note 1), Projekte ab rund 9.000 €. Die Sondermodelle Boxster Spyder und Cayman R rangieren darüber. Generation, Variante und Pflegezustand bestimmen den konkreten Preis. Unter den Mittelmotor-Porsche ist vor allem der Vorgänger Boxster (Typ 986) günstiger.
Boxster oder Cayman 987, was ist die bessere Wahl? +
Beide teilen Plattform und Motoren, unterscheiden sich aber im Charakter. Der Cayman ist das geschlossene Coupé mit steiferer Karosserie und gilt vielen als das fahraktivere, präzisere Auto, der Boxster ist der offene Roadster mit Cabrio-Erlebnis. Preislich liegt der Cayman meist etwas höher. Wer maximale Fahrdynamik und ein festes Dach will, nimmt den Cayman, wer offen fahren möchte, den Boxster. Bei beiden ist das 987.2 ohne IMS-Risiko die sorgenfreiere Wahl. Eine falsche Entscheidung gibt es kaum, es ist Geschmackssache.
Hat der Boxster und Cayman 987 ein IMS-Problem? +
Beim frühen 987.1 ja, beim späteren 987.2 nicht mehr. Die Modelle bis 2008 nutzen den M96/M97-Motor und teilen damit das bekannte Zwischenwellenlager-Risiko der zeitgleichen Carrera. Mit dem 987.2 ab 2009 kam der neue 9A1-Motor ohne IMS-Lager, dieses Risiko entfällt dort. Beim Kauf eines 987.1 sollte man sich Sanierungs- oder Tauschbelege zeigen lassen und eine Bore-Scoring-Endoskopie machen oder den Preis entsprechend kalkulieren. Ein dokumentiertes Exemplar ist ein souveräner, bezahlbarer Sportwagen.
Warum gilt das 987.2 als die empfehlenswertere Phase der Baureihe? +
Das 987.2 (ab 2009) verbindet zwei Vorteile: die neue Motorengeneration 9A1 ohne IMS-Lager, womit das größte Risiko der frühen Modelle entfällt (Direkteinspritzung haben nur die 3,4-Liter-Modelle), und Marktpreise, die im Vergleich zu späteren Baureihen noch moderat sind. Dazu kommt das optionale Doppelkupplungsgetriebe PDK. Gerade der 987.2 Cayman S gilt als ideale Kombination aus Zuverlässigkeit, Fahrdynamik und Bezahlbarkeit. Wer einmal kaufen und langfristig Freude haben will, ohne das IMS-Thema zu fürchten, liegt beim 987.2 richtig.
Welche Schwachstellen haben Boxster und Cayman 987 beim Kauf? +
Beim 987.1 stehen IMS-Lager und Riefen in den Zylinderlaufbahnen im Vordergrund, erkennbar oft an einem klopfenden Kaltlaufgeräusch. Beim 987.2 entfällt das IMS-Lager; eine Endoskopie der Zylinder empfiehlt sich auch hier. Über beide Generationen altern Wasserpumpe und Kühlsystem-Kunststoffe, an der Vorderachse verschleißen Koppelstangen und Querlenker. Beim Boxster ist die Verdeckhydraulik zu prüfen, bei beiden der tiefliegende Unterboden auf Aufsetzer. Eine Endoskopie und ein Fachmann-Check vor dem Kauf sind bei diesen Werten gut investiertes Geld.
Sind Boxster und Cayman 987 H-Kennzeichen-fähig? +
Noch nicht. Das H-Kennzeichen verlangt ein Alter von mindestens 30 Jahren. Die ersten Boxster von 2004 erreichen diese Grenze 2034, die ersten Cayman von 2005 im Jahr 2035, die spätesten 987 von 2012 erst 2042. Bis dahin laufen beide als Youngtimer, die über eine Youngtimer-Versicherung bereits ab 20 Jahren günstig abgesichert werden können. Für die Wertentwicklung ist das H-Kennzeichen hier weniger entscheidend als der Generations- und Variantenmix sowie der Zustand.
Lohnen sich Boxster und Cayman 987 als Wertanlage? +
Gefragt sind vor allem die 987.2 ohne IMS-Risiko sowie die Sondermodelle Boxster Spyder und Cayman R. Im Vergleich zum 911 bleiben beide bezahlbar. Eine Wertsteigerung ist nicht garantiert, und die Unterhaltskosten eines Porsche sind real. Wer als Anlage kauft, sollte ein technisch sauberes 987.2 oder ein 987.1 mit erledigtem IMS wählen, idealerweise eine S-Variante mit lückenloser Historie. Als Sachwert mit hohem Fahrspaß sind sie ein attraktiver Einstieg in die Porsche-Welt.

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Quellen und weiterführende Informationen
Stand: Oktober 2026