MARKTWERT 2026

Porsche 968 Clubsport

Leichtbau-Variante 1.538 Stück · 1993–1995

Porsche 968 Clubsport, Light-Weight-Sondermodell (1.715 Stück)
Foto: Antp · CC BY 2.5 · Wikimedia Commons

Porsche 968 Clubsport, Leichtbau-Version des 968 Coupé (1.538 Stück laut Porsche). Detail-Daten zu Motoren, Schwachstellen und Marktwert.

Marktwerte nach Zustand

Marktwert-Range mit ±15% Schwankungsbreite. Tatsächlicher Wert variiert je nach Laufleistung, Historie, Originalität und Region.

Zustand Marktwert-Range
Zustand 1 (Topzustand) 68.000 – 92.000 €
Zustand 2 (Gut) 46.750 – 63.249 €
Zustand 3 (Gepflegt) 34.000 – 46.000 €
Zustand 4 (Alltag) 21.250 – 28.749 €
Zustand 5 (Restobjekt) 10.200 – 13.799 €
Bauzeitraum
1993 – 1995
Versicherung (Zustand 2)
660–1.540 €/Jahr
Produktionszahl
11.245 (968 gesamt 1991–1995 laut Porsche; 968 Register nach Fahrgestellnummern 11.605), davon 1.538 968 CS Coupé und 14 Turbo S
H-Kennzeichen ab
2022

Über den Porsche 968 Clubsport

Über den Porsche 968 Clubsport (CS)

Der Porsche 968 ist die letzte Generation der in Zuffenhausen gebauten Vierzylinder-Transaxle-Baureihe und folgte 1991 auf den 944 S2. Laut Porsche verließen von 1991 bis Mitte 1995 insgesamt 11.245 Fahrzeuge das Werk Zuffenhausen, als Coupé, Cabriolet und Clubsport. Der 3,0-Liter-Vierzylinder mit 240 PS und 305 Nm galt laut Porsche als drehmomentstärkster Vierzylinder-Saugmotor der Welt, dazu kamen VarioCam, Ausgleichswellen und Motronic.

### Der Clubsport

Der 968 CS (Clubsport) erschien zum Modelljahr 1993 und war laut Porsche der preisgünstigste Einstieg ins Programm: 1993 kostete er 20.140 DM weniger als der Basis-968. Porsche sparte rund 50 kg ein, indem Komfort- und Sicherheitsausstattung wie Airbags, Zentralverriegelung und elektrische Fensterheber entfielen. Porsche nennt zwei Kunststoff-Schalensitze (je 13,6 kg), laut 968 Register hatte gut die Hälfte der Fahrzeuge diese Sitze; dazu kamen keine Rücksitze, ein Sperrdifferential, eine optimierte Bremsanlage und ein um 20 mm tieferes, strafferes Fahrwerk. Der Motor ist mit 240 PS identisch zum normalen 968, geschaltet wird immer mit dem Sechsganggetriebe. Bis 1995 baute Porsche 1.538 Stück. Offiziell verkauft wurde der CS in Europa, Großbritannien, Japan und Australien, nicht in den USA.

Motorisierungen

  • → M44/43 (3,0 l, 2.990 cm³, 16V-Vierzylinder mit VarioCam, Ausgleichswellen und Motronic): 240 PS bei 6.200 1/min, 305 Nm bei 4.100 1/min. Im CS unverändert gegenüber dem normalen 968. Sechsgang-Schaltgetriebe in Transaxle-Bauweise, beim CS mit serienmäßigem Sperrdifferential; Tiptronic gab es für den CS nicht.
  • → 968 Turbo S (nicht Teil der CS-Serie, nur als Einordnung): 3,0-l-Turbo mit Zweiventil-Zylinderkopf und 1,0 bar Ladedruck, 305 PS und 500 Nm. Nur 14 Exemplare gebaut, ursprünglich geplant waren deutlich mehr.

Karosserie-Varianten

  • → 968 Coupé (1991–1995): Volumenvariante, laut Barth/Büsing 5.731 Stück (Europa und Nordamerika).
  • → 968 Cabriolet (1991–1995): laut Barth/Büsing 3.959 Stück.
  • → 968 CS (Clubsport) Coupé (Modelljahre 1993–1995): 1.538 Stück laut Porsche. Rund 50 kg leichter (1.320 kg), Schalensitze, keine Rücksitze, ohne Airbags, Zentralverriegelung und elektrische Fensterheber, Sperrdifferential, 20 mm tiefer. Sportfahrwerk M030 war als Option erhältlich.
  • → 968 Sport (nur Großbritannien, 1994–1995): CS-Basis mit mehr Ausstattung und günstigerem Preis, 306 Stück, gebaut auf derselben Fahrgestellnummern-Serie wie der CS.
  • → 968 Turbo S (1993): 14 Stück, 305 PS. Darüber der Rennwagen 968 Turbo RS mit 4 Exemplaren.

Typische Schwachstellen

Vor dem Kauf besonders auf diese bekannten Schwachstellen achten:

  • ! Zahnriemen und Wasserpumpe: Wechsel nach Alter (spätestens etwa sechs Jahre) bzw. Laufleistung, Wasserpumpe immer mit tauschen. Nachweis prüfen, Kosten laut Elferspot rund 2.000 € oder mehr.
  • ! VarioCam: undichte O-Ringe am Magnetventil, verschlissene Gleitschienen des Kettenspanners, im Extremfall ausgebrochene Zähne am Nockenwellenrad.
  • ! Ölverlust an Ölwanne, Ventildeckel, Kurbelwellendichtring, Ausgleichswellen-Dichtungen und Ölfiltergehäuse. Falsch montierte Ausgleichswellen führen zu unrundem Lauf.
  • ! Transaxle-Antrieb: Lager im Getriebe, Tellerrad/Kegelrad sowie die Lagerung der Transaxle-Welle prüfen; Vibrationen deuten auf verschlissene Lager oder Motorlager hin.
  • ! Zweimassenschwungrad: Vibrationen und Rütteln beim Anfahren.
  • ! Heckscheibe: Verklebung löst sich durch UV und zu starke Gasdruckfedern, nasser Kofferraum ist ein typischer Befund.
  • ! Rost ist dank verzinkter Karosserie selten, aber hinter dem Gitter an der B-Säule und an falsch angesetzten Wagenheberpunkten möglich; Unfallschäden zerstören die Verzinkung.
  • ! Clubsport: straff abgestimmte Dämpfer sind oft verschlissen, Schalensitze und Sitzbezüge auf Originalität und Zustand prüfen.

Worauf beim Kauf achten

  • ✓ Karosserie: Bereich hinter dem Gitter an der B-Säule, Wagenheberaufnahmen und Unterboden auf der Hebebühne prüfen
  • ✓ Karosserie: Heckscheibenverklebung und Kofferraum auf Feuchtigkeit prüfen
  • ✓ Motor & Antrieb: Nachweis über Zahnriemen- und Wasserpumpenwechsel (Alter und Laufleistung)
  • ✓ Motor & Antrieb: VarioCam auf Geräusche und Ölverlust am Magnetventil prüfen
  • ✓ Echtheit Clubsport (1.538 Stück): Fahrgestellnummer und Porsche-Datenkarte mit CS-Ausstattung abgleichen
  • ✓ Echtheit Clubsport: Schalensitze, fehlende Rücksitze, manuelle Fensterheber und Sperrdifferential passend zur Datenkarte
  • ✓ Dokumentation: Porsche-Datenkarte vom Werk
  • ✓ Dokumentation: Scheckheft mit Porsche- oder Spezialwerkstatt-Stempeln

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Ehrlich einschätzen — der Zustand beeinflusst den Wert mehr als jedes andere Merkmal.

Häufige Fragen zum Porsche 968 Clubsport

Was ist ein Porsche 968 CS wert? +
Ein 968 CS in gutem Zustand (Note 2) liegt im Oktober 2026 bei rund 55.000 €, ordentliche Fahrzeuge (Note 3) um 40.000 €, Spitzenfahrzeuge mit niedriger Laufleistung um 80.000 €. Restaurierungsobjekte ab etwa 12.000 €. Der CS liegt damit klar über dem normalen 968 Coupé.
Warum ist der 968 CS gesucht? +
Der CS ist die konsequent erleichterte Version des 968: rund 50 kg leichter, Schalensitze, Sperrdifferential, 20 mm tieferes Fahrwerk und nur 1.538 gebaute Exemplare. Dazu kommt die Technik des 968 mit 240 PS, VarioCam und Sechsganggetriebe. In Großbritannien wurde er 1993 zum „Performance Car of the Year“ gewählt.
Was unterscheidet den 968 CS vom normalen 968? +
Motor (M44/43, 240 PS) und Sechsganggetriebe sind identisch, eine Tiptronic gab es für den CS nicht. Der CS verzichtet auf Rücksitze, Airbags, Zentralverriegelung und elektrische Fensterheber, hat Kunststoff-Schalensitze (laut 968 Register bei gut der Hälfte der Fahrzeuge), ein serienmäßiges Sperrdifferential, eine optimierte Bremsanlage und ein um 20 mm tieferes, strafferes Fahrwerk. Laut Porsche wiegt er mit 1.320 kg rund 50 kg weniger und war 1993 um 20.140 DM günstiger als der Basis-968.
Wie viele 968 Clubsport wurden gebaut? +
Laut Porsche entstanden bis 1995 insgesamt 1.538 Stück des 968 CS Coupé. Offiziell angeboten wurde er in Europa, Großbritannien, Japan und Australien, nicht in den USA. Für Großbritannien entstanden auf CS-Basis und mit CS-Fahrgestellnummern 306 Fahrzeuge als 968 Sport mit mehr Ausstattung. Wertbestimmend sind originale Schalensitze, eine zur Datenkarte passende Ausstattung und Dokumentation.
Ist der Porsche 968 H-Kennzeichen-fähig? +
Ja. Der CS wurde ab Herbst 1992 für das Modelljahr 1993 gebaut, die ersten Fahrzeuge erreichen die 30 Jahre seit 2022/2023, die letzten (1995) seit 2025. Voraussetzung ist ein positives Gutachten nach § 23 StVZO mit weitgehend originalem, gepflegtem Zustand.

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Datenquellen
Marktwerte: Stand Oktober 2026. Daten dienen als Indikation, keine Bewertung einzelner Fahrzeuge.