MARKTWERT 2026

Porsche 968 Coupé

3.0L 16V · 1991–1995

Porsche 968 Coupé, letzter Transaxle-Porsche
Foto: Rudolf Stricker · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Porsche 968 Coupé, letzter Vierzylinder-Transaxle-Porsche. Detail-Daten zu Motoren, Schwachstellen und Marktwert.

Marktwerte nach Zustand

Marktwert-Range mit ±15% Schwankungsbreite. Tatsächlicher Wert variiert je nach Laufleistung, Historie, Originalität und Region.

Zustand Marktwert-Range
Zustand 1 (Topzustand) 45.900 – 62.099 €
Zustand 2 (Gut) 30.600 – 41.400 €
Zustand 3 (Gepflegt) 21.250 – 28.749 €
Zustand 4 (Alltag) 12.750 – 17.250 €
Zustand 5 (Restobjekt) 5.100 – 6.899 €
Bauzeitraum
1991 – 1995
Versicherung (Zustand 2)
432–1.008 €/Jahr
Produktionszahl
11.245 laut Porsche (968 Register nach Fahrgestellnummern 11.605, andere Quellen bis 12.776), davon 1.538 Clubsport, 14 Turbo S und 4 Turbo RS
H-Kennzeichen ab
2021

Über den Porsche 968 Coupé

Über den Porsche 968 Coupé

Der Porsche 968 ist die letzte Ausbaustufe der Vierzylinder-Transaxle-Reihe und Nachfolger des 944 S2. Die ersten Fahrzeuge liefen im Sommer 1991 vom Band, gebaut wurde bis Mitte 1995 (Modelljahre 1992–1995), anders als 924 und 944 nicht bei Audi in Neckarsulm, sondern im Stammwerk Zuffenhausen. Porsche nennt 11.245 gebaute Exemplare (das 968 Register zählt nach Fahrgestellnummern 11.605, andere Quellen bis zu 12.776); darin enthalten sind Coupé, Cabriolet, der Clubsport (CS) sowie die Kleinserien Turbo S und Turbo RS. Der 3,0-Liter-Vierzylinder mit VarioCam leistet 240 PS und war laut Porsche zum Marktstart der drehmomentstärkste Vierzylinder-Saugmotor der Welt. Dazu kommen Sechsganggetriebe oder Tiptronic, das Transaxle-Konzept mit Getriebe an der Hinterachse und Klappscheinwerfer. Lange stand der 968 im Schatten des 911, heute ist er wegen der kleinen Stückzahl gesucht, besonders der Clubsport.

### Aus der 968-Familie

Der 968 löste 1991 den 944 S2 ab. Unter Designchef Harm Lagaay entstand auf Basis der 944-Karosserie eine neu gestaltete Front mit Anleihen beim 928 und ein neues Heck mit integrierten Stoßfängern. Einen direkten Nachfolger mit Frontmotor gab es nicht; als Einstiegs-Porsche folgte 1996 der Boxster (986).

Motorisierungen

  • → M44/43 (3,0 l 16V-Vierzylinder mit VarioCam): 240 PS bei 6.200/min, 305 Nm bei 4.100/min, Verdichtung 11:1. VarioCam verstellt die Einlass-Nockenwelle hydraulisch und kam bei Porsche erstmals im 968 zum Einsatz. Laut Porsche zum Marktstart der drehmomentstärkste Vierzylinder-Saugmotor der Welt. Sechsgang-Schaltgetriebe oder Vierstufen-Tiptronic, Zweimassenschwungrad.
  • → 968 Turbo S (3,0 l Turbo mit Zweiventil-Zylinderkopf, wassergekühltem KKK-Lader und Ladeluftkühler): 305 PS, 500 Nm bei 3.000/min, 14 Exemplare. Die Rennversion Turbo RS (4 Exemplare) leistete bis zu 350 PS.

Karosserie-Varianten

  • → 968 Coupé (Modelljahre 1992–1995): Volumenvariante, laut Barth/Büsing 5.731 Stück (3.893 Europa, 1.838 USA/Kanada). M44/43 mit 240 PS, Sechsgang oder Tiptronic.
  • → 968 Cabriolet (Modelljahre 1992–1995): laut Barth/Büsing 3.959 Stück. Elektrisch betätigtes Stoffverdeck. Die Karosserie bearbeitete ASC in Heilbronn, die Endmontage erfolgte in Zuffenhausen.
  • → 968 CS (Clubsport) (1993–1995): 1.538 Stück laut Porsche, offiziell in Europa, Großbritannien, Japan und Australien angeboten. Leichte Recaro-Schalensitze, keine Rücksitze, Kurbelfenster statt elektrischer Fensterheber, weniger Dämmung, 20 mm tiefer, 17-Zoll-Räder, mehr als 50 kg leichter. Die Klimaanlage blieb gegen Aufpreis bestellbar.
  • → 968 Turbo S (1993): 14 Exemplare, 305 PS, nur für Kontinentaleuropa. Dazu vier Turbo RS als Rennwagen, unter anderem für den ADAC GT Cup. Am Markt eine sechsstellige Rarität.

Typische Schwachstellen

Vor dem Kauf besonders auf diese bekannten Schwachstellen achten:

  • ! Zahnriemen und Wasserpumpe: Wechsel etwa alle vier Jahre oder nach Laufleistung (Elferspot nennt 80.000 km, ab Modelljahr 1993 laut Porsche 100.000 km). Ein Riss kann teuer werden. Der Wechsel inklusive Wasserpumpe kostet ab rund 2.000 €.
  • ! VarioCam und Nockenwellenkette: Die Gleitschienen des Kettenspanners verschleißen, ein versagender Spanner kann einen großen Motorschaden auslösen. Laute Geräusche aus dem Zylinderkopf ernst nehmen. Zähne des Nockenwellenritzels können brechen, O-Ringe an den Magnetventilen werden undicht.
  • ! Ausgleichswellen: Falsch montierte Wellen nach einem Riemenwechsel verursachen unrunden Lauf. Dichtringe auf Ölverlust prüfen.
  • ! Zweimassenschwungrad: Vibrationen oder Schlagen beim Anfahren und Klappern beim Abstellen deuten auf Verschleiß. Es wird meist zusammen mit der Kupplung erneuert.
  • ! Getriebe und Hinterachse: Lager im Sechsganggetriebe und das Differenzial (Tellerrad, Ritzel) können verschleißen. Mahlgeräusche beim Beschleunigen sind ein Warnzeichen, die Reparatur ist teuer.
  • ! Fahrwerk: Rost an den hinteren Längslenkern, undichte Dämpfer, ausgeschlagene Kugelgelenke und Gummibuchsen.
  • ! Feuchtigkeit: Eine gelöste Heckscheibenverklebung und die Rückleuchten lassen Wasser in den Kofferraum. Beim Cabrio zusätzlich das Verdeck auf Undichtigkeiten prüfen. Die Karosserie ist feuerverzinkt, Rost tritt meist nur nach Unfällen oder an falsch angesetzten Wagenheberpunkten auf.
  • ! Klimaanlage: Reparaturen an Kompressor oder Kondensator kosten schnell einen vierstelligen Betrag.

Worauf beim Kauf achten

  • ✓ Karosserie: Wagenheberaufnahmen und Schweller auf der Hebebühne prüfen, Unfallspuren suchen
  • ✓ Karosserie: Kofferraum auf Feuchtigkeit prüfen (Heckscheibenverklebung, Rückleuchten)
  • ✓ Motor & Antrieb: Nachweis über Zahnriemen- und Wasserpumpenwechsel (etwa alle vier Jahre)
  • ✓ Motor & Antrieb: VarioCam-Kettenspanner: Geräusche aus dem Zylinderkopf?
  • ✓ Motor & Antrieb: Zweimassenschwungrad und Differenzial: Schlagen beim Anfahren, Mahlgeräusche beim Beschleunigen?
  • ✓ Echtheit beim Clubsport: Porsche-Datenkarte zwingend, CS-Ausstattung (Schalensitze, Kurbelfenster, keine Rücksitze) muss dazu passen
  • ✓ Dokumentation: Porsche-Datenkarte vom Werk
  • ✓ Dokumentation: Scheckheft mit Porsche- oder Spezialwerkstatt-Stempeln, lückenloser Servicenachweis wichtiger als niedrige Laufleistung

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Ehrlich einschätzen — der Zustand beeinflusst den Wert mehr als jedes andere Merkmal.

Häufige Fragen zum Porsche 968 Coupé

Was ist ein Porsche 968 wert? +
Ein 968 Coupé in gutem Zustand (Note 2) liegt im Oktober 2026 bei rund 36.000 €, ein durchschnittliches Fahrzeug (Note 3) bei rund 25.000 €, Spitzenfahrzeuge (Note 1) bei rund 54.000 €. Tiptronic-Fahrzeuge sind meist einige Tausend Euro günstiger. Das Cabrio notiert am Markt leicht unter dem Coupé. Der Clubsport ist deutlich teurer (eigene Seite), der Turbo S eine sechsstellige Rarität. Restaurierungsobjekte gibt es ab rund 6.000 €.
Warum ist der 968 ein Geheim-Tipp? +
Drei Gründe: 1) Kleine Stückzahl: Porsche nennt 11.245 Exemplare, vom 944 entstanden laut Elferspot über 160.000. 2) Lange stand der 968 zwischen 944 und 911 im Schatten. 3) Technik: VarioCam, Sechsganggetriebe und laut Porsche zum Marktstart der drehmomentstärkste Vierzylinder-Saugmotor der Welt. Besonders gesucht ist der Clubsport.
Was ist der Unterschied zwischen 968 und 944 S2? +
Der 968 hat: VarioCam (variable Nockenwellen-Steuerung), 6-Gang statt 5-Gang, modernere Klappscheinwerfer, neue Stoßstangen-Integration. Technisch ist es eine Evolution des 944 S2, gleicher Transaxle, aber modernisiert. Gebaut wurde der 968 im Werk Zuffenhausen statt bei Audi in Neckarsulm, und das nur über vier Modelljahre (1992–1995), während der 944 von 1981 bis 1991 lief.
Wie viele 968 Clubsport wurden gebaut? +
Laut Porsche entstanden 1.538 Exemplare in den Modelljahren 1993 bis 1995. Offiziell angeboten wurde der CS in Europa, Großbritannien, Japan und Australien, nicht in den USA; in Großbritannien gab es zusätzlich den besser ausgestatteten 968 Sport. Sammler achten auf die Porsche-Datenkarte, die originalen Schalensitze und darauf, dass keine Komfortausstattung nachgerüstet wurde.
Ist der Porsche 968 H-Kennzeichen-fähig? +
Ja. Die ersten 968 liefen im Sommer 1991 vom Band und sind seit 2021 H-fähig, die letzten (Mitte 1995) seit 2025. Maßgeblich sind 30 Jahre ab Erstzulassung und ein Oldtimergutachten, das einen weitgehend originalen, gepflegten Zustand bestätigt. Für den Clubsport gelten keine zusätzlichen Regeln.

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Datenquellen
Marktwerte: Stand Oktober 2026. Daten dienen als Indikation, keine Bewertung einzelner Fahrzeuge.