MARKTWERT 2026

Porsche 944

2,5/2,7 l 8V Basis · 1981–1989

Porsche 944 Coupé (1986–1989), Frontansicht, charakteristische Pop-Up-Scheinwerfer und breite Kotflügel
Foto: Abehn · gemeinfrei · Wikimedia Commons

Der Porsche 944 kam im Herbst 1981 als Vierzylinder-Sportwagen zwischen 924 und 911 auf den Markt und wurde laut Porsche schnell zum meistverkauften Porsche seiner Zeit. Das Grundmodell wurde von 1981 bis 1989 bei Audi in Neckarsulm gebaut (im letzten Modelljahr 1989 mit 2,7 statt 2,5 Liter Hubraum), später ergänzt um 944 Turbo, 944 S und 944 S2. Heute zählt er zu den günstigeren Einstiegen in die klassische Porsche-Welt. Wer Porsche-Genuss ohne Sammler-Aufpreis sucht, landet beim 944.

Marktwerte nach Zustand

Marktwert-Range mit ±15% Schwankungsbreite. Tatsächlicher Wert variiert je nach Laufleistung, Historie, Originalität und Region.

Zustand Marktwert-Range
Zustand 1 (Topzustand) 22.950 – 31.049 €
Zustand 2 (Gut) 15.300 – 20.700 €
Zustand 3 (Gepflegt) 9.350 – 12.649 €
Zustand 4 (Alltag) 4.675 – 6.324 €
Zustand 5 (Restobjekt) 2.125 – 2.875 €
Bauzeitraum
1981 – 1989
Versicherung (Zustand 2)
280–504 €/Jahr
Produktionszahl
Baureihe 944 gesamt 163.302 Fahrzeuge aller Varianten (1981–1991, laut Porsche); davon rund 113.000 Basis-944 mit 2,5 und 2,7 Liter (Aufstellung Stuttcars/englische Wikipedia)
H-Kennzeichen ab
2011

Über den Porsche 944

Der längs eingebaute Vierzylinder sitzt vorn, das Getriebe in Transaxle-Bauweise an der Hinterachse; eine Welle in einem starren Rohr verbindet beide. Daraus ergibt sich eine nahezu ausgeglichene Gewichtsverteilung. Der 2,5-Liter-Motor ist laut Porsche eine Neukonstruktion auf Basis von Teilen des Aluminium-V8 aus dem 928 und hat zwei Ausgleichswellen. Ohne Katalysator leistete er 163 PS, mit Katalysator (ab Modelljahr 1986) 150 PS, ab Modelljahr 1988 laut de.wikipedia einheitlich 160 PS; im letzten Modelljahr 1989 kam der 2,7-Liter mit 165 PS. Mitte 1985 erhielt der 944 ein neues Armaturenbrett und neue Türverkleidungen (944/II).

Darüber lagen der 944 S (ab Modelljahr 1987, 16 Ventile, 190 PS) und der 944 S2 (ab 1989, 3,0 Liter, 211 PS), den es ab 1989 auch als Cabriolet gab. Diese Varianten haben eigene Modellseiten.

Am Markt ist der Basis-944 deutlich günstiger als ein klassischer 911. Entscheidend für den Wert sind belegte Wartung (vor allem der Riemenservice), Rostfreiheit und Originalität.

Motorisierungen

  • → 2,5-l-Reihenvierzylinder 8V SOHC, 163 PS ohne Katalysator, Modelljahre 1982–1987
  • → 2,5 l 8V mit Katalysator: 150 PS ab Modelljahr 1986, ab Modelljahr 1988 160 PS (laut de.wikipedia dann auch ohne Kat)
  • → 2,7 l 8V, 165 PS, Modelljahr 1989 (Produktion ab 1988) (Motortyp M44/12 laut englischer Wikipedia)
  • → M44/40 2,5 l 16V DOHC, 190 PS, 944 S Modelljahre 1987–1988 (eigene Modellseite)
  • → M44/41 3,0 l 16V DOHC, 211 PS, 944 S2 1989–1991 (eigene Modellseite)

Karosserie-Varianten

  • → Coupé (1981–1991), Hauptkarosserie
  • → Cabriolet (1989–1991): als 944 S2 Cabriolet, 1991 zusätzlich als 944 Turbo Cabriolet (eigene Modellseiten)

Typische Schwachstellen

Vor dem Kauf besonders auf diese bekannten Schwachstellen achten:

  • ! Zahnriemen, Ausgleichswellenriemen und Spannrollen: Porsche schreibt den Wechsel alle 100.000 km vor, erfahrene Werkstätten raten zu 80.000 km; Hagerty UK empfiehlt zusätzlich spätestens alle vier Jahre. Ein Ausfall wird teuer. Die Wasserpumpe sinnvollerweise mit tauschen.
  • ! Kupplung: hält laut Motorious meist 70.000–100.000 Meilen, der Wechsel erfordert den Getriebeausbau. Hagerty UK nennt den hinteren Kurbelwellen-Dichtring als Schwachpunkt, der beim Kupplungswechsel mit erneuert werden sollte.
  • ! Armaturenbrett: reißt oben durch Sonneneinstrahlung (Hagerty UK); bei der ersten Serie bis 1985 zerbröseln laut Auto Bild Klassik die Armaturenträger, Ersatz ist schwierig.
  • ! Dichtungen der Heckklappe (umlaufende Dichtung und Stiftdichtungen) altern; undichte Dichtungen lassen Wasser und Abgase in den Innenraum (Hagerty UK, Motorious).
  • ! Rost: Die Karosserie ist verzinkt, trotzdem Radläufe, Kotflügel und Schweller prüfen; Schweller rosten von innen nach außen (Hagerty UK, Motorious).
  • ! Antrieb: Vibrationen bei 2.800–3.200/min deuten auf Probleme mit den Ausgleichswellen oder deren Riemen hin; leichtes Heulen des Transaxle-Getriebes ist auch bei gutem Zustand normal (Motorious).
  • ! Getriebe: Mit dem Alter kann die Schaltung hakelig und unpräzise werden (Hagerty UK).
  • ! Bei den 16V-Motoren (944 S und 944 S2) verbindet zusätzlich eine Kette die beiden Nockenwellen; Motorious empfiehlt eine Erneuerung innerhalb von 90.000 Meilen, ein Kettenriss zerstört den Motor (siehe Modellseite 944 S2).

Worauf beim Kauf achten

  • ✓ Die Riemen-Historie ist beim 944 das wichtigste Kaufkriterium: Belegter Service von Zahnriemen, Ausgleichswellenriemen, Spannrollen und Wasserpumpe innerhalb der letzten vier Jahre. Fehlt der Beleg, den Service sofort einplanen und in den Preis einrechnen.
  • ✓ Kompressionsmessung über alle 4 Zylinder durchführen, bei größeren Abweichungen Zylinderkopf-Problem
  • ✓ Rost-Check: Schweller, Radläufe und Kotflügel. Die Karosserie ist verzinkt, aber nicht immun.
  • ✓ Probefahrt: auf Vibrationen bei 2.800–3.200/min (Ausgleichswellen), eine rutschende Kupplung und eine undichte Kupplungshydraulik achten; leichtes Getriebeheulen ist normal (Motorious).
  • ✓ Beim 944 S2 (1989–1991): höherer Wert; beim 3,0-Liter-16V-Motor zusätzlich Steuerkette, Gleitschienen und Kettenspanner prüfen
  • ✓ 944 Cabriolet (1989–1991): gebaut als S2 Cabriolet und 1991 als Turbo Cabriolet, beide mit eigener Modellseite. Verdeck, Verdeckmechanik und Dichtungen genau prüfen.
  • ✓ Sondermodell des Basis-944: Celebration Edition bzw. Special Edition (M757) von 1988 zum 100.000. Porsche aus Neckarsulm, laut Wikipedia 910 Stück in Satinschwarz oder Zermattsilber. Ausstattung über Datenkarte bzw. Porsche-Zertifikat prüfen. Der 944 Turbo Cup ist ein Turbo-Rennwagen und kein Basis-944.
  • ✓ Räder: Frühe 944 rollten auf Rädern im sogenannten Cookie-Cutter-Design, spätere auf Rädern im Telefonscheiben-Design; Fuchs-Räder waren bis 1987 optional. Design-90-Räder gehören zum 944 S2. Originale Räder sind beim Wiederverkauf von Vorteil.

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Marke
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Modell
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Baujahr
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Zustand

In welchem Zustand?

Ehrlich einschätzen — der Zustand beeinflusst den Wert mehr als jedes andere Merkmal.

Häufige Fragen zum Porsche 944

Was ist ein Porsche 944 wert? +
Ein Porsche 944 mit 2,5-Liter-Achtventiler in gutem Zustand (Note 2) liegt im Oktober 2026 bei rund 18.000 €. Ein Topzustand (Note 1) erreicht rund 27.000 €, ein ordentlicher Gebrauchtwagen (Note 3) rund 11.000 €, Restaurierungsobjekte beginnen bei rund 2.500 €. 944 S, 944 S2 und 944 Cabriolet werden auf eigenen Seiten bewertet und liegen darüber.
Welcher Porsche 944 ist der beste? +
Aus Fahrersicht der 944 S2 (1989–1991): 211 PS aus 3,0 Litern und die jüngste Saugmotor-Ausführung der Baureihe. Beim Basis-944 sind die Modelle ab Mitte 1985 (944/II mit neuem Armaturenbrett) gefragter als die erste Serie, die 2,7-Liter-Modelle des Modelljahrs 1989 sind die stärksten Achtventiler. Der 944 S mit 16 Ventilen und 190 PS liegt dazwischen.
Welche Schwachstellen hat der Porsche 944? +
Wichtigster Punkt ist der Riemenservice (Zahnriemen, Ausgleichswellenriemen, Spannrollen, Wasserpumpe), laut Hagerty UK spätestens alle vier Jahre; ein Ausfall wird teuer. Dazu kommen gerissene Armaturenbretter, alternde Heckklappendichtungen, Kupplung und hinterer Kurbelwellen-Dichtring. Trotz verzinkter Karosserie Schweller, Radläufe und Kotflügel auf Rost prüfen.
Lohnt sich der Porsche 944 als Wertanlage? +
Chromradar gibt keine Wertprognosen. Im Vergleich zum 911 ist der 944 deutlich günstiger: Der Hiscox Pocket Price Guide 2026 führt den 944 in Note 2 mit 18.800 €, einen 911 SC 3.0 mit 55.000 €. Für den Werterhalt zählen vor allem Wartungshistorie, Originalität und Rostfreiheit.
Wie hoch ist die Versicherung für einen Porsche 944? +
Die Prämie hängt vom vereinbarten Fahrzeugwert, der jährlichen Fahrleistung, dem Kennzeichen und dem Versicherer ab. Für einen Basis-944 in Note 2 (rund 18.000 €) lohnt ein Vergleich mehrerer Klassik-Versicherer mit Wertgutachten.
Wie viele Porsche 944 wurden gebaut? +
Laut Porsche entstanden von 1981 bis 1991 insgesamt 163.302 Fahrzeuge der Baureihe 944, einschließlich Turbo, S, S2 und Cabriolet. Auf den Basis-944 mit 2,5 und 2,7 Liter entfallen nach der Aufstellung in der englischen Wikipedia rund 113.000, auf den 944 S 12.936 und auf den 944 S2 rund 14.000 Coupés. Für das S2 Cabriolet nennt Porsche 6.980 Exemplare, andere Produktionsaufstellungen 5.656.
Was ist der Unterschied zwischen 944 Basis und 944 S? +
Der 944 S (Modelljahre 1987–1988) hat einen 16-Ventil-Zylinderkopf mit zwei obenliegenden Nockenwellen statt des Achtventilers mit einer Nockenwelle. Leistung: 190 PS statt 163 PS. Äußerlich ist er kaum vom Basis-944 zu unterscheiden. Am Markt liegt er etwas über dem Basis-944 (classic.com-Benchmark Oktober 2026: 944 S 16.881 US-Dollar, Basis-944 14.125 US-Dollar).
Ist der Porsche 944 H-Kennzeichen-fähig? +
Ja. Das H-Kennzeichen setzt eine Erstzulassung vor mindestens 30 Jahren voraus; selbst die letzten 944 aus dem Jahr 1991 haben diese Grenze erreicht. Die ersten Fahrzeuge (Vorstellung Herbst 1981) konnten es ab 2011/2012 erhalten. Voraussetzung ist ein weitgehend originaler, gepflegter Zustand und ein positives Gutachten nach § 23 StVZO. Nicht zeitgenössische Umbauten können es ausschließen.

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Datenquellen
Marktwerte: Stand Oktober 2026. Daten dienen als Indikation, keine Bewertung einzelner Fahrzeuge.