MARKTWERT 2026

Opel Speedster

Mittelmotor-Roadster · 2,2 Liter 147 PS / 2,0-l-Turbo 200 PS · 2001–2005

Opel Speedster Mittelmotor-Roadster
Foto: Alexandre Prévot from Nancy, France · CC BY-SA 2.0 · Wikimedia Commons

Der Opel Speedster ist ein puristischer Mittelmotor-Roadster, den Lotus in Hethel für Opel fertigte und der von 2001 bis 2005 angeboten wurde, in Großbritannien als Vauxhall VX220. Auf einem verklebten Aluminium-Chassis nach Lotus-Elise-Prinzip aufgebaut, wog der Speedster nur 870 Kilogramm (2.2) bzw. 930 Kilogramm (Turbo) und bot mit dem 2,2-l-Saugmotor (147 PS) und ab Herbst 2003 dem 2,0-l-Turbo (200 PS) ein sehr direktes Fahrerlebnis. Insgesamt entstanden nur 7.207 Exemplare (Speedster und VX220). Marktwerte für den Speedster 2.2, Stand November 2026: rund 9.000 bis 33.000 Euro, gute Turbos liegen darüber.

Marktwerte nach Zustand

Marktwert-Range mit ±15% Schwankungsbreite. Tatsächlicher Wert variiert je nach Laufleistung, Historie, Originalität und Region.

Zustand Marktwert-Range
Zustand 1 (Topzustand) 28.050 – 37.950 €
Zustand 2 (Gut) 20.400 – 27.599 €
Zustand 3 (Gepflegt) 15.300 – 20.700 €
Zustand 4 (Alltag) 11.050 – 14.949 €
Zustand 5 (Restobjekt) 7.650 – 10.350 €
Bauzeitraum
2001 – 2005
Versicherung (Zustand 2)
288–672 €/Jahr
Produktionszahl
7.207 Exemplare bis Juli 2005 (Speedster und Vauxhall VX220 zusammen, gebaut bei Lotus in Hethel), davon 5.267 mit 2,2-l-Saugmotor und 1.940 Turbo; in Deutschland 2.958 Neuzulassungen 2001–2005
H-Kennzeichen ab
2031

Über den Opel Speedster

Der Opel Speedster entstand aus der Zusammenarbeit von Opel und Lotus und wurde bis Juli 2005 im Lotus-Werk in Hethel gefertigt, der Verkauf begann im März 2001. Technisch basiert er eng auf dem Prinzip der Lotus Elise: ein leichtes, verklebtes und vernietetes Aluminium-Chassis, eine Kunststoff-Karosserie und ein konsequenter Leichtbau, der das Leergewicht auf 870 Kilogramm (Turbo: 930 Kilogramm) drückte.

Zum Start trieb ein quer vor der Hinterachse eingebauter 2,2-l-Vierzylinder (Z22SE) mit 147 PS und 203 Nm den Mittelmotor-Roadster an, der dank des geringen Gewichts in 5,9 Sekunden auf 100 km/h beschleunigte. Im Herbst 2003 folgte der Speedster Turbo mit 2,0-l-Turbomotor (Z20LET) aus dem Astra OPC, 200 PS und 250 Nm, der heute im Angebot meist teurer gehandelt wird als der Sauger. Beide Versionen schalten über ein Getrag-Fünfganggetriebe.

Der Speedster verzichtete bewusst auf Komfort und Fahrhilfen: keine Servolenkung, keine Traktionskontrolle, als einzige elektronische Hilfe ein serienmäßiges ABS und dazu nur ein Fahrerairbag im kleinen Momo-Lenkrad. In Großbritannien lief das Fahrzeug als Vauxhall VX220, dort ebenfalls als Saugmotor und Turbo.

Die Stückzahlen blieben gering: Bis zum Produktionsende am 22. Juli 2005 entstanden 7.207 Fahrzeuge (Speedster und VX220), davon 5.267 Sauger und 1.940 Turbos; ursprünglich geplant war ein Kontingent von 10.000 Fahrzeugen. In Deutschland wurden 2.958 Speedster neu zugelassen. Gepflegte, unfallfreie und originale Exemplare erzielen die höchsten Preise.

Motorisierungen

  • → 2,2-l-Vierzylinder Z22SE (Ecotec, Aluminiumblock, Steuerkette), 147 PS, 203 Nm bei 4.000/min, 2001–2004, Speedster 2.2 (Vauxhall VX220)
  • → 2,0-l-Turbo-Vierzylinder Z20LET (Graugussblock, Zahnriemen), 200 PS, 250 Nm ab 1.950/min, 2003–2005, Speedster Turbo (Vauxhall VX220 Turbo)

Karosserie-Varianten

  • → Zweisitziger Mittelmotor-Roadster mit abnehmbarem Stoffverdeck (2001–2005), GFK-Karosserie, optional GFK-Hardtop

Typische Schwachstellen

Vor dem Kauf besonders auf diese bekannten Schwachstellen achten:

  • ! Unfallschäden: viele Exemplare wurden schon einmal verunfallt. Zustand der vorderen Crashbox, Spaltmaße, Risse am vorderen Karosserieteil (Clam) und am Übergang zur Frontscheibe prüfen; Schäden am Aluminium-Chassis können einen Totalschaden bedeuten.
  • ! Speedster 2.2 (Z22SE): Die Steuerkette längt sich, Rasseln beim Kaltstart ist ein Warnsignal; Wechsel samt Spanner um 60.000 Meilen (rund 100.000 km) üblich. Der Motor verbraucht etwas Öl.
  • ! Speedster Turbo (Z20LET): Zahnriemen alle vier Jahre bzw. 40.000 bis 60.000 Meilen wechseln, Nachweis verlangen; Keilrippenriemen, Zündkerzen und Zündspulen prüfen.
  • ! Kühlung: Der Kunststoff-Ausgleichsbehälter neigt zu Rissen, die Kunststoff-Endkappen des Kühlers können sich lösen; Wasserverlust kann den Motor schädigen.
  • ! Verdeck und Dichtungen: Wassereinbruch in den Innenraum ist häufig, Teppiche und Dichtungen auf Feuchtigkeit prüfen.
  • ! Fahrwerk: Buchsen und Dämpfer verschleißen schnell; festgerostete Kugelgelenke an den hinteren Spurlenkern können zum Versagen der Aufhängung führen, Austauschbelege sind ein gutes Zeichen. Motorlager prüfen.
  • ! Speedster-spezifische Teile sind teuer: ein Scheinwerfer kostet in Großbritannien rund 1.000 Pfund pro Seite, Lackierungen der GFK-Karosserie müssen fachgerecht ausgeführt werden.
  • ! Tuning- und Track-Day-Vergangenheit: viele Exemplare wurden verändert oder auf der Rennstrecke bewegt, stark getunte Autos sind oft weniger zuverlässig.

Worauf beim Kauf achten

  • ✓ Die Turbo-Variante (200 PS) wird meist teurer angeboten, der 2,2-l-Sauger ist der günstigere Einstieg und mit 5.267 Exemplaren auch die häufigere Version.
  • ✓ Lückenlose Historie ist wichtig: beim 2.2 Nachweis über den Steuerkettenwechsel, beim Turbo über den Zahnriemenwechsel verlangen.
  • ✓ Unfallfreiheit prüfen: Schäden am Aluminium-Chassis oder der Kunststoff-Karosserie sind aufwändig und wertmindernd, Spaltmaße und Lack kontrollieren.
  • ✓ Verdeck, Dichtungen und Innenraum auf Wasserspuren prüfen, das einfache Verdeck ist eine bekannte Schwachstelle.
  • ✓ Track-Day-Historie hinterfragen: viele Speedster wurden sportlich bewegt, Fahrwerk, Bremsen und Antrieb auf Überlastung prüfen.
  • ✓ Originalität und vollständige Ausstattung steigern den Wert, da Speedster-Spezifika schwer zu ersetzen sind.
  • ✓ H-Kennzeichen ist erst ab 2031 möglich, bis dahin ist eine Youngtimer-Versicherung mit Wertvereinbarung der passende Weg.

Genauen Wert für deinen Opel Speedster berechnen

1
Marke
2
Modell
3
Baujahr
4
Zustand

In welchem Zustand?

Ehrlich einschätzen — der Zustand beeinflusst den Wert mehr als jedes andere Merkmal.

Häufige Fragen zum Opel Speedster

Was ist ein Opel Speedster 2026 wert? +
Stand November 2026 liegt ein Speedster 2.2 in Zustand 2 bei etwa 24.000 Euro, in Zustand 3 bei rund 18.000 Euro. Herausragende, niedrig gelaufene Sauger erreichen rund 33.000 Euro, Autos mit Reparaturbedarf beginnen bei etwa 9.000 bis 13.000 Euro. In Deutschland werden Speedster 2.2 meist zwischen rund 18.500 und 30.000 Euro angeboten. Der Turbo liegt darüber, Angebote reichen von rund 25.000 bis 40.000 Euro, extrem niedrig gelaufene Exemplare auch höher. Im britischen VX220-Markt sind die Preise deutlich niedriger: 2025/2026 brachten Sauger bei Auktionen rund 8.750 bis 11.350 Pfund, Turbos rund 10.600 bis 20.700 Pfund, ein VXR220 28.125 Pfund.
Was hat der Opel Speedster mit Lotus zu tun? +
Der Speedster wurde in enger Zusammenarbeit mit Lotus entwickelt und im Lotus-Werk in Hethel gefertigt. Er übernimmt das Konstruktionsprinzip der Lotus Elise: ein leichtes, verklebtes Aluminium-Chassis mit Kunststoff-Karosserie und konsequentem Leichtbau bei 870 bis 930 Kilogramm. Der Radstand ist 30 mm länger als bei der Elise S2, laut Opel sind nur wenige Teile zwischen beiden Autos austauschbar. Statt des Rover- bzw. Toyota-Motors der Elise arbeiten Opel-Vierzylinder im Heck. In Großbritannien wurde das Auto als Vauxhall VX220 verkauft.
Speedster Sauger oder Turbo, was ist besser? +
Der 2,2-l-Saugmotor mit 147 PS ist der günstigere Einstieg und beschleunigt in 5,9 Sekunden auf 100 km/h. Der ab Herbst 2003 erhältliche 2,0-l-Turbo mit 200 PS und 250 Nm schafft das in 4,9 Sekunden und 243 km/h Spitze, ist aber 60 Kilogramm schwerer und wird meist teurer angeboten. Wartungsseitig hat der Sauger eine Steuerkette, der Turbo einen Zahnriemen mit festen Wechselintervallen. Wer maximale Fahrleistung sucht, wählt den Turbo, der Sauger ist der leichtere und preiswertere Zugang.
Wie ist die Ersatzteilversorgung beim Opel Speedster? +
Die GM-Ecotec-Motoren (2.2 Sauger, 2.0 Turbo) und viele mechanische Komponenten sind über den GM-/Opel-Teilekanal und Spezialisten überwiegend gut beschaffbar. Anspruchsvoller wird es bei Speedster- und VX220-spezifischen Karosserie-, Chassis- und Interieurteilen, die teils nur über Lotus- und Speedster-Spezialisten verfügbar sind. Die aktive Speedster-/VX220-Community in Deutschland und Großbritannien mit eigenen Foren ist die beste Quelle für seltene Originalteile und das nötige Know-how rund um das Aluminium-Chassis.
Rostet der Opel Speedster? +
Das verklebte Aluminium-Chassis und die Kunststoff-Karosserie sind weitgehend korrosionsresistent, was ein großer Vorteil gegenüber klassischen Stahl-Roadstern ist. Korrosion kann aber an den Aluminium-Federtellern auftreten, außerdem sind Lackblasen an Heckdeckel, Spoiler und Türen verbreitet. Wichtiger als Rost sind beim Speedster meist Unfallschäden am Chassis und der Karosserie sowie eine etwaige harte Track-Day-Nutzung. Eine genaue Inspektion von Chassis, Spaltmaßen, Verdeckdichtungen und Fahrwerk ist beim Kauf entscheidend.
Ist der Opel Speedster eine gute Wertanlage? +
Prognosen zur Wertentwicklung lassen sich nicht seriös belegen. Für den Preis entscheidend sind Originalität, Unfallfreiheit und lückenlose Historie; unfallreparierte oder stark getunte Autos werden deutlich niedriger gehandelt. Der Turbo wird meist teurer angeboten als der Sauger. Mit 7.207 gebauten Exemplaren ist der Speedster selten, in Großbritannien sind die Preise allerdings spürbar niedriger als in Deutschland. Wer kauft, sollte ihn vor allem als Fahrauto sehen.
Welche Klassik-Versicherung passt zum Opel Speedster? +
Mit Baujahr 2001 bis 2005 ist der Speedster noch kein H-Kennzeichen-Fahrzeug (erst ab 2031), kann aber bei vielen Anbietern über Youngtimer-Tarife mit Wertvereinbarung versichert werden. Wegen des sportlichen, leistungsstarken Charakters und des Leichtbaus lohnt der Anbieter-Vergleich. Für ein gepflegtes Exemplar mit Marktwert um 24.000 Euro empfiehlt sich eine Police mit individueller Wertvereinbarung und aktuellem Wertnachweis, etwa über Youngtimer-Konzepte von OCC, Helvetia oder spezialisierte Anbieter wie Carisma.
Welche Alternativen zum Opel Speedster gibt es? +
Im Segment der puristischen Leichtbau-Roadster der frühen 2000er: Lotus Elise S2 (die technische Mutter), Honda S2000, Toyota MR2 Roadster (W3), Mazda MX-5 (komfortabler, weniger extrem) und der Vauxhall VX220 als das baugleiche britische Schwestermodell. Der Opel Speedster hebt sich durch das Lotus-Aluminium-Chassis, das extreme Leichtgewicht und seine Rolle als seltener, kompromissloser Außenseiter im Opel-Programm ab.

Vergleichbare Modelle

Versicherung für deinen Opel Speedster

Klassik-Versicherer wie Hiscox, OCC und Allianz Classic bieten für den Opel Speedster typischerweise Tarife zwischen 288–672 €/Jahr. Vergleich aller Anbieter im unabhängigen Versicherungs-Vergleicher.

Versicherungstarife vergleichen
Opel Speedster Marktwert auf eigener Seite einbinden (fuer Blogger und Foren)

Du betreibst einen Klassiker-Blog, ein Forum oder die Webseite eines Vereins? Du darfst den modellspezifischen Marktwert-Check kostenlos einbinden. Der "Powered by Chromradar"-Backlink ist Pflicht-Teil des Snippets.

<iframe src="https://chromradar.de/embed/marktwert/opel/speedster/"
        width="100%" height="640"
        style="border:0;max-width:720px;display:block;margin:0 auto"
        title="Opel Opel Speedster Marktwert-Check"
        loading="lazy"></iframe>
Datenquellen
Marktwerte: Stand November 2026. Daten dienen als Indikation, keine Bewertung einzelner Fahrzeuge.