Chromradar
Klassiker im Wert-Check
MARKTWERT 2026

Nissan Figaro

Retro-Cabrio der Pike-Serie · 1991

Nissan Figaro in Emerald Green mit weißem Dach, Frontansicht, Baujahr 1991
Foto: DieselFordMondeo, Wikimedia Commons · Bildquelle

Der Nissan Figaro ist das charmanteste Auto der Pike-Serie: ein Retro-Cabrio im Stil der 60er, 1991 in nur 20.073 Exemplaren gebaut und in Japan per Lotterie verkauft. Heute ist er internationaler Kult mit treuer Fangemeinde. Marktwerte 2026: rund 3.500 bis 26.000 Euro, restaurierte Exemplare mit wenig Kilometern am oberen Rand.

Marktwerte nach Zustand

Marktwert-Range mit ±15% Schwankungsbreite. Tatsächlicher Wert variiert je nach Laufleistung, Historie, Originalität und Region.

Zustand Marktwert-Range
Zustand 1 (Topzustand) 22.100 – 29.899 €
Zustand 2 (Gut) 14.450 – 19.550 €
Zustand 3 (Gepflegt) 9.350 – 12.649 €
Zustand 4 (Alltag) 5.950 – 8.049 €
Zustand 5 (Restobjekt) 2.975 – 4.024 €
3-Jahres-Trend: +8%
Bauzeitraum
1991 – 1991
Versicherung (Zustand 2)
280–476 €/Jahr
Produktionszahl
20.073 Exemplare (nur 1991), Verkauf in Japan per Lotterie, heute große Bestände in UK
H-Kennzeichen ab
2021

Über den Nissan Figaro

Mit der Pike-Serie (Be-1, Pao, S-Cargo, Figaro) baute Nissan Ende der 80er kleine Design-Statements auf Micra-Basis, entworfen im hauseigenen Studio unter Naoki Sakai. Der Figaro von 1991 war die Krönung: Retro-Karosserie mit Chrom-Details, elfenbeinfarbenes Interieur, Fixed-Profile-Verdeck und vier Pastellfarben, je eine pro Jahreszeit, darunter das ikonische Emerald Green.

Unter dem Blech steckt solide Micra-Technik: ein 1.0-Liter-Turbo mit 76 PS und Dreigang-Automatik, gedacht für entspanntes Cruisen statt Sport. Die 20.073 Exemplare waren in Japan mehrfach überzeichnet und wurden per Lotterie zugeteilt, Prominente inklusive.

Seinen zweiten Frühling erlebte der Figaro als Export-Liebling: Großbritannien nahm tausende Exemplare auf, eine aktive Spezialisten-Szene entstand. Rost ist das dominierende Thema, gefolgt von Verdeck und Teileversorgung über die UK-Szene. Gute, rostfrei restaurierte Figaros sind gesuchte Sympathieträger mit stabiler Wertentwicklung.

Motorisierungen

  • 1.0L Turbo-Vierzylinder MA10ET, 76 PS, Dreigang-Automatik, Frontantrieb

Karosserie-Varianten

  • Fixed-Profile-Cabriolet: feste Seitenrahmen, zurückfaltbares Verdeckteil

Typische Schwachstellen

Vor dem Kauf besonders auf diese bekannten Schwachstellen achten:

  • ! Rost ist das Kaufthema Nummer eins: Schweller, Radläufe, Windschutzscheibenrahmen und Bodenbleche.
  • ! Verdeck und Dichtungen altern, Wassereintritt beschleunigt den Rost von innen.
  • ! Der kleine MA10ET-Turbo verlangt Ölwechsel-Disziplin, Hitzetod bei Vernachlässigung.
  • ! Dreigang-Automatik ist robust, aber träge, Ölwechsel-Historie prüfen.
  • ! Kühlsystem klein dimensioniert, Überhitzung im Stau möglich.
  • ! Interieur-Teile (elfenbeinfarbenes Vinyl, Chrom-Details) nur über Spezialisten erhältlich.
  • ! Viele UK-Importe mit Küsten-Rost und Tacho-Umbauten von Meilen auf Kilometer.

Worauf beim Kauf achten

  • Windschutzscheibenrahmen und Schweller zuerst prüfen, hier stirbt der Figaro.
  • Restaurations-Historie mit Fotos ist mehr wert als frischer Lack.
  • Verdeck-Funktion und Dichtungen testen, Wasserränder im Interieur suchen.
  • Turbo- und Automatik-Wartung nachweisen lassen.
  • Originalfarbe verifizieren, die vier Pastelltöne sind Teil des Sammlerwerts.
  • UK-Spezialisten-Rechnungen sind ein Qualitätsmerkmal, die Szene kennt jedes Auto.
  • H-Kennzeichen ist seit 2021 möglich, originale Exemplare profitieren doppelt.

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In welchem Zustand?

Ehrlich einschätzen — der Zustand beeinflusst den Wert mehr als jedes andere Merkmal.

Häufige Fragen zum Nissan Figaro

Was ist ein Nissan Figaro 2026 wert? +
Die Marktwerte reichen 2026 von rund 3.500 Euro für ein rostiges Projekt bis etwa 26.000 Euro für ein restauriertes Exemplar mit wenig Kilometern. Ein guter Figaro im Zustand 3 liegt bei rund 11.000 Euro, sehr gute Exemplare um 17.000 Euro. classic.com nennt einen Schnitt von etwa 18.500 US-Dollar, der Auktionsrekord liegt bei 46.000 US-Dollar. Der UK-Markt bietet die größte Auswahl und setzt die Referenzpreise.
Was ist die Pike-Serie von Nissan? +
Unter dem Namen Pike Factory legte Nissan Ende der 80er vier Retro-Design-Kleinwagen auf Micra-Basis auf: Be-1, Pao, S-Cargo und als Finale den Figaro. Die Serie gilt als früher Meilenstein des Retro-Designs und wurde bewusst limitiert vermarktet. Der Figaro war mit Lotterie-Verkauf und 20.073 Exemplaren der begehrteste. Heute sind alle Pike-Modelle Sammlerstücke, der Figaro führt die Nachfrage an.
Warum wurde der Figaro per Lotterie verkauft? +
Die Nachfrage in Japan überstieg das Angebot um ein Vielfaches, also verloste Nissan die Kaufrechte in mehreren Runden. Das Marketing-Ereignis machte den Figaro schon 1991 zum Kultobjekt. Die künstliche Verknappung wirkt bis heute: 20.073 Exemplare für einen weltweiten Liebhabermarkt sind wenig. Prominente Besitzer von Eric Clapton aufwärts taten ihr Übriges für den Mythos.
Wie zuverlässig ist die Figaro-Technik? +
Die Micra-Basis ist grundsolide: Der 1.0-Turbo MA10ET und die Dreigang-Automatik halten bei Pflege problemlos sechsstellige Laufleistungen. Schwachpunkte sind der kleine Turbo bei Ölvernachlässigung und das knapp dimensionierte Kühlsystem. Die eigentliche Gefahr ist Rost, nicht Mechanik. Ersatzteile für die Technik sind gut verfügbar, Figaro-spezifische Zier- und Interieurteile laufen über die UK-Spezialisten.
Bekommt der Nissan Figaro ein H-Kennzeichen? +
Ja, als 1991er Baujahr ist der Figaro seit 2021 durchgängig H-fähig. Voraussetzung ist ein originaler, gepflegter Zustand, was bei den meist liebevoll gehaltenen Exemplaren selten ein Problem ist. Mit H kostet die Steuer pauschal 191 Euro im Jahr, Klassik-Tarife sind wegen des braven Fahrprofils günstig. Tacho-Umbauten von UK-Importen sollten dokumentiert sein.
Ist der Figaro ein Frauen- oder Lifestyle-Auto ohne Sammlerwert? +
Das Vorurteil hält sich, der Markt widerlegt es: Der Figaro ist ein durchgetaktetes Design-Sammlerstück mit limitierter Auflage, internationaler Fangemeinde und stabil steigenden Preisen. Museen zeigen ihn als Retro-Design-Meilenstein. Die Käuferschicht ist breit, von Design-Liebhabern bis JDM-Sammlern, die ihre Kollektion abrunden. Als Wertanlage zählen Rostfreiheit, Originalfarbe und dokumentierte Historie.
Was kostet der Unterhalt eines Nissan Figaro? +
Er gehört zu den günstigsten Klassikern überhaupt: 76 PS, sechs bis acht Liter Verbrauch, robuste Großserientechnik und niedrige Versicherungs-Einstufung. Mit H-Kennzeichen und Klassik-Tarif sind 600 bis 1.400 Euro im Jahr realistisch. Das Budget sollte in Rostvorsorge und Verdeckpflege fließen. Figaro-spezifische Teile aus UK kosten Geduld, aber selten viel Geld.

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Klassik-Versicherer wie Hiscox, OCC und Allianz Classic bieten für den Nissan Figaro typischerweise Tarife zwischen 280–476 €/Jahr. Vergleich aller Anbieter im unabhängigen Versicherungs-Vergleicher.

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Datenquellen
Marktwerte: Stand Mai 2026. Daten dienen als Indikation, keine Bewertung einzelner Fahrzeuge.