KAUFBERATUNG 2026

Ford Sierra RS Cosworth Kaufberatung 2026

Dreitürer mit Heckflügel, Sapphire, 4x4 und RS500

Ford Sierra RS Cosworth Whaletail mit markantem Heckspoiler
Foto: Vauxford · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Der Ford Sierra RS Cosworth entstand als Homologationsmodell für die Gruppe-A-Tourenwagen und wurde von 1986 bis 1992 im Ford-Werk Genk gebaut, insgesamt rund 30.900 Exemplare. Mit dem 2,0-Liter-Turbomotor Cosworth YB (204 bis 220 PS, im RS500 224 bhp bzw. rund 227 PS) und Erfolgen in DTM, BTCC und Tourenwagen-WM ist er heute ein gesuchter Klassiker. Diese Kaufberatung deckt den dreitürigen Sierra RS Cosworth mit großem Heckflügel (1986–1987), den Sierra Sapphire RS Cosworth (Stufenheck, Hinterradantrieb, 1988–1989), den Sierra Sapphire RS Cosworth 4x4 (1990–1992) sowie das Homologations-Sondermodell RS500 ab. Wichtig für die Preise: Die Chromradar-Werteleiter des Sierra RS Cosworth gilt für den Sapphire mit Hinterrad- und Allradantrieb. Der deutlich teurere Dreitürer wird im Text mit eigenen Richtwerten geführt, der RS500 hat eine eigene Werteleiter.

Das Wichtigste in Kürze
Für wen geeignet
Für Fans der Gruppe-A-Tourenwagen: vom alltagstauglichen Sapphire über den Dreitürer bis zum seltenen RS500.
Preisspanne (Note 2)
Sapphire (Hinterrad und 4x4) Note 2 rund 32.000 €, Dreitürer Note 2 rund 55.000–60.000 €, RS500 Note 2 rund 120.000 €.
Größtes Risiko
Fälschungen, Unfall- und Diebstahlhistorie sowie verbastelte Tuning-Autos; Rost an Schwellern, Radhäusern und Federbeindomen.
Inhalt dieser Kaufberatung
  1. Modell-Historie und Bauzeitraum
  2. Karosserie-Varianten im Überblick
  3. Motorisierungen im Überblick
  4. Rost-Hotspots, die kritischen Zonen
  5. Allgemeine Schwachstellen
  6. H-Kennzeichen-Voraussetzungen
  7. Unterhaltskosten pro Jahr (Richtwerte)
  8. Kauf-Checkliste
  9. Welcher passt zu dir?
  10. Varianten im Wert-Vergleich
  11. Bezugsquellen
  12. Häufige Fragen

Modell-Historie und Bauzeitraum

Der Sierra RS Cosworth entstand als Homologationsmodell für die Gruppe-A-Tourenwagen. Ford beauftragte Cosworth mit einem 16-Ventil-Zylinderkopf für den 2,0-Liter-Ford-Vierzylinder; daraus wurde der Turbomotor Cosworth YB. Im Sierra RS Cosworth leistete die Version YBB mit Garrett-T3-Lader und Weber-Marelli-Einspritzung 204 PS.

Ab Juli 1986 kam der dreitürige Sierra RS Cosworth mit großem Heckflügel auf den Markt; 5.545 Stück entstanden 1986 und 1987 in Genk. 500 davon baute Aston Martin Tickford von April bis August 1987 in Bedworth zum RS500 um: verstärkter Motorblock (YBD), größerer Garrett-T04-Lader, größerer Ladeluftkühler, ein zweiter, im Straßenauto nicht angeschlossener Satz Einspritzdüsen und eine zweite Heckspoiler-Ebene, 224 bhp (rund 227 PS). Alle RS500 waren Rechtslenker für Großbritannien.

Ab Februar 1988 folgte der viertürige Sierra RS Cosworth mit Stufenheck (in Großbritannien Sapphire), rund 13.140 Stück bis 1989, ab Januar 1990 der Sierra RS Cosworth 4x4 mit Ferguson-Allrad, MT75-Getriebe und 220 PS, rund 12.250 Stück bis 1992. Im Motorsport gewann Klaus Ludwig 1988 auf einem RS500 des Ford Team Grab die DTM, Robb Gravett 1990 die BTCC; 1987 siegten Ludwig, Niedzwiedz und Soper beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring.

Bauzeitraum
1986–1992
Produktionszahl
rund 30.900 (5.545 Dreitürer inkl. 500 RS500, rund 13.140 Sapphire 2WD, rund 12.250 4x4)
Produktionsstätte
Ford-Werk Genk (Belgien); RS500-Umbau bei Aston Martin Tickford in Bedworth (England)

Karosserie-Varianten

Sierra RS Cosworth (Dreitürer) 1986–1987

Dreitüriges Fließheck mit großem Heckflügel, 5.545 Stück inkl. RS500-Basis. Nicht von der Sapphire-Werteleiter erfasst, Richtwerte: Note 1 rund 90.000 €, Note 2 rund 55.000–60.000 €, Note 3 rund 45.000 €.

Sierra RS500 Cosworth 1987

Homologations-Sondermodell, 500 Stück, nur Rechtslenker. Eigene Werteleiter: Note 2 rund 120.000 €.

Sierra Sapphire RS Cosworth 1988–1989

Viertürige Stufenhecklimousine mit Hinterradantrieb, rund 13.140 Stück. Basis der Werteleiter: Note 2 rund 32.000 €.

Sierra Sapphire RS Cosworth 4x4 1990–1992

Allradversion mit 220 PS und MT75-Getriebe, rund 12.250 Stück. Basis der Werteleiter: Note 2 rund 32.000 €.

Motorisierungen im Überblick

Die wichtigsten Triebwerke der Baureihe. Für motorisierungsspezifische Schwachstellen und Marktwerte siehe die einzelnen Modell-Seiten unten.

Cosworth YBB, 2,0-l-Turbo, 204 PS

Dreitürer und Sapphire 2WD; Garrett T3, Weber-Marelli-Einspritzung, 270 Nm.

Cosworth YBD, 2,0-l-Turbo, 224 bhp (rund 227 PS)

RS500; verstärkter Block, Garrett T04, größerer Ladeluftkühler, zweiter (nicht angeschlossener) Einspritzdüsensatz, 277 Nm.

Cosworth YBJ / YBG, 2,0-l-Turbo, 220 PS

Sapphire 4x4; YBG mit geregeltem Katalysator (grüner Ventildeckel), YBJ ohne Katalysator, gleiche Leistung, 284 Nm.

Rost-Hotspots, die kritischen Zonen

Rost ist der mit Abstand wichtigste Wertkiller. Diese Stellen vor dem Kauf zwingend prüfen. Der Schwere-Indikator zeigt den Reparatur-Aufwand.

Schweller innen und außen, A-Säulen

Hoch

Typische Roststellen laut Fast-Car-Kaufberatung.

Radhäuser innen und außen

Hoch

Schmutz sammelt sich hinter den Kunststoffverbreiterungen und Radhausschalen.

Federbeindome, Innenkotflügel, Stirnwand, Batteriekasten

Hoch

Federbeindome können nach innen nachgeben; starker negativer Sturz vorne ist ein Warnzeichen.

Unterboden, Längsträger hinten, Kofferraumboden

Mittel

Hintere Kastenprofile nahe den Federaufnahmen und Kofferraumboden an den Stoßfängerhaltern prüfen.

Heckklappen- bzw. Kofferraumöffnung

Mittel

Unter den Gummidichtungen nachsehen; beim Dreitürer kann der Heckflügel an den Befestigungen brechen.

Allgemeine Schwachstellen

Diese Probleme treten unabhängig von der Motorisierung auf. Motorspezifische Schwachstellen findest du auf den einzelnen Modell-Seiten.

  • !
    Turbolader Werkstatt
    Luftlecks und Spiel prüfen: Ansaugschlauch abnehmen und das Verdichterrad auf Axialspiel testen. Starker Rauch unter Last deutet auf Turbo- oder Kolbenringschaden.
  • !
    Zylinderkopfdichtung und Motorzustand Werkstatt
    Kühlwasser an der Auslassseite, Wasser im Öl oder weißer Rauch sind Warnzeichen. Kompressionstest machen; Motoren mit Serien-Innenleben sollten laut Classic & Sports Car nicht über rund 330 bhp gesteigert werden.
  • !
    Allradstrang (Sapphire 4x4) Werkstatt
    Ferguson-Allrad mit MT75-Getriebe auf Geräusche und Schaltbarkeit prüfen.
  • !
    Borg-Warner-T5-Getriebe (Hinterradantrieb) Werkstatt
    Robust, kalt aber hakelig; Synchronringe des 2. und 3. Gangs prüfen.
  • !
    Weber-Marelli-Motorsteuerung und Kraftstoffversorgung Werkstatt
    Schwache Kraftstoffpumpe oder undichter Druckregler lassen den Motor mager laufen, im schlimmsten Fall schmelzen Kolben. Billige Leistungschips führen zu Überfettung und Ölverdünnung.
  • !
    Innenraum Werkstatt
    Recaro-Sitze gelten als haltbar, die Wangen verschleißen. Armaturenbrett reißt, Verkleidungsteile sind schwer zu bekommen.

H-Kennzeichen, was du wissen musst

Erste Modelle H-fähig ab
2016
Jährliche Kfz-Steuer
Kfz-Steuer pauschal 191,73 €/Jahr. Die Klassik-Versicherung richtet sich nach dem vereinbarten Wert; Angebote vergleichen.

Alle Varianten sind H-fähig: Dreitürer (1986–1987) seit 2016/2017, Sapphire 2WD (1988–1989) seit 2018/2019, 4x4 (1990–1992) seit 2020–2022, jeweils 30 Jahre nach Erstzulassung.

Voraussetzungen
  • ✓ Erstzulassung mindestens 30 Jahre zurück
  • ✓ Weitgehend originaler oder zeitgenössisch veränderter Zustand
  • ✓ Guter Pflege- und Erhaltungszustand
  • ✓ Positives Gutachten nach § 23 StVZO durch TÜV, DEKRA, GTÜ oder KÜS

Unterhaltskosten pro Jahr (Richtwerte)

Richtwerte, keine Einzelbelege: grobe Orientierung für die jährlichen Kosten bei Liebhaber-Nutzung mit wenigen tausend Kilometern. Die tatsächlichen Kosten hängen stark von Zustand, Variante, Werkstatt und Eigenleistung ab. Fest steht nur die Kfz-Steuer mit H-Kennzeichen (pauschal 191,73 € für Pkw).

Versicherung (Klassik-Tarif) 800–1.500 Euro (Wertgutachten Pflicht)
Kfz-Steuer 191,73 € (H-Pauschale)
Wartung und Inspektion 500–1.000 Euro
Verschleißteile (anteilig) 300–600 Euro
Jährliche Schraubereien 500–1.200 Euro
Summe pro Jahr (Richtwert) ca. 2.300–4.500 Euro pro Jahr

Versicherungs-Spanne über unseren Klassik-Versicherungs-Vergleicher konkretisierbar.

Kauf-Checkliste

Diese Punkte vor dem Kauf systematisch prüfen. Idealerweise mit einem Klassiker-Sachverständigen oder im Beisein eines erfahrenen Schraubers.

Karosserie und Rost

  • Schweller mit Magneten und Endoskop auf Rost prüfen
  • Innen-Kotflügel hinten unter Radhausverkleidung inspizieren
  • Federbeindome, Stirnwand und Batteriekasten auf Korrosion und Risse, starken negativen Sturz vorne als Warnzeichen
  • Beim Dreitürer die Befestigungen des Heckflügels auf Risse prüfen, Heckklappen- bzw. Kofferraumöffnung unter den Dichtungen auf Rost
  • Schichtdickenmessung über die gesamte Karosserie

Cosworth-Motor (YBB / YBD / YBJ / YBG)

  • Turbolader: Ansprechverhalten, keine Luftlecks, kein Axialspiel am Verdichterrad
  • Zylinderkopfdichtung: Kühlwasser an der Auslassseite, Wasser im Öl, weißer Rauch
  • Zahnriemenwechsel alle 30.000 Meilen bzw. fünf Jahre nachweisen lassen
  • Kaltstart auf Kolbenkippen abhören, Kompressionstest aller Zylinder
  • Kraftstoffpumpe, Druckregler und Leitungen der Weber-Marelli-Einspritzung prüfen

Getriebe und Antrieb

  • T5-Getriebe (Hinterradantrieb): alle Gänge, vor allem Synchronisierung 2./3. Gang
  • Sapphire 4x4: MT75-Getriebe und Allradstrang auf Geräusche prüfen
  • Hinterachsdifferenzial auf Geräusche im Zug- und Schiebebetrieb
  • Kupplung: Druckpunkt, Rutschen; Hakeln in allen Gängen kann auf den Kupplungszug hindeuten
  • Fahrwerksbuchsen an Querlenkern und Stabilisator sowie Stoßdämpfer prüfen

Originalität und Provenienz

  • Fahrgestellnummer im Fahrzeugbrief mit Typschild am Schlossträger und Prägung neben dem Fahrersitz vergleichen
  • Beim Dreitürer beginnt die Fahrgestellnummer mit WF0EXXGBBE; nachgeschlagene oder überschweißte Nummern sind ein Alarmzeichen
  • Motornummer am Block prüfen; beim RS500 Fahrgestell- und Motornummernbereich abgleichen
  • Original-Lack vs. Nachlackierung dokumentieren, Blechteile auf Datumsstempel prüfen
  • Unfall- und Diebstahlhistorie sowie Tuning-Umbauten kritisch hinterfragen

Innenraum und Dokumentation

  • Recaro-Sitze auf Wangenverschleiß, Armaturenbrett auf Risse prüfen
  • Cosworth-spezifische Instrumente (Boost-Anzeige) auf Funktion
  • Lückenloses Scheckheft mit Spezialisten-Stempel
  • Nachweise über Turbolader- und Zahnriemenwechsel
  • H-Kennzeichen-Gutachten oder Dokumente für H-Antrag

Welcher passt zu dir?

Entscheidungshilfe nach Käufer-Profil: finde die richtige Motorisierung und Karosserie-Variante für deinen Einsatzzweck.

Sammler mit Blick auf die Homologationsgeschichte

Sierra RS500 Cosworth mit geprüfter Identität

500 Stück, alle Rechtslenker. Eigene Werteleiter mit Note 2 rund 120.000 €; Identität über Fahrgestell- und Motornummer belegen lassen.

Liebhaber des Originals mit Heckflügel

Sierra RS Cosworth Dreitürer im Originalzustand

Die erste Serie von 1986/87, nicht von der Sapphire-Werteleiter erfasst: Richtwert Note 2 rund 55.000–60.000 €, Spitzenexemplare um 90.000 €.

Fahrer mit Allrad-Wunsch

Sierra Sapphire RS Cosworth 4x4

Allradantrieb und 220 PS; Werteleiter Note 2 rund 32.000 €.

Einsteiger mit begrenztem Budget

Sierra Sapphire RS Cosworth (Hinterradantrieb)

Gleicher YBB-Motor wie der Dreitürer, viertürige Limousine; Werteleiter Note 2 rund 32.000 €, ordentliche, leicht modifizierte Autos auch darunter.

Alle Varianten im Wert-Vergleich

Klick auf eine Variante für die detaillierte Marktwert-Analyse und motorisierungs-spezifische Schwachstellen.

Variante Motor Leistung Verbrauch Eignung Wert (Note 2)
Sierra RS500 Cosworth Cosworth YBD, 2,0-l-Turbo, 224 bhp 227 PS rund 14–15 l/100 km Sammlerfahrzeug rund 120.000 €
Sierra RS Cosworth (Dreitürer) Cosworth YBB, 2,0-l-Turbo 204 PS rund 14–15 l/100 km Sammlerfahrzeug rund 55.000–60.000 € (Richtwert, nicht in der Sapphire-Werteleiter)
Sierra Sapphire RS Cosworth 4x4 Cosworth YBJ/YBG, 2,0-l-Turbo 220 PS rund 14–15 l/100 km Klassiker für regelmäßige Fahrten rund 32.000 €
Sierra Sapphire RS Cosworth Cosworth YBB, 2,0-l-Turbo 204 PS rund 14–15 l/100 km Einstieg rund 32.000 €

Bezugsquellen, wo du dieses Modell findest

Vier Wege zum Klassiker, jeweils mit typischer Preislage und Risiko. Welcher passt, hängt von Budget, Zeit und gewünschter Absicherung ab.

Händler

Gepflegte Exemplare bei Ford-RS-Spezialisten und im Klassikerhandel.

Privatkauf

Auf mobile.de, Classic Trader und in der Szene; Rost, Identität, Unfall- und Tuning-Historie sowie den Turbolader prüfen.

Auktion

Dreitürer, RS500 und gute Sapphire werden vor allem bei britischen Auktionshäusern wie Iconic Auctioneers oder Anglia Car Auctions angeboten.

Import

Viele Exemplare stehen in Großbritannien (Rechtslenker, der RS500 ausschließlich); Einzelabnahme nach § 21 StVZO einplanen.

Häufige Fragen zur Ford-SIERRA-COSWORTH-Reihe

Welche Sierra-Cosworth-Variante ist die richtige Wahl 2026? +
Der RS500 (1987, 500 Stück, nur Rechtslenker) ist die seltenste Version; seine Werteleiter liegt bei Note 2 rund 120.000 €. Die Werteleiter des Sierra RS Cosworth gilt für den Sapphire mit Hinterradantrieb (1988–1989) und den Sapphire 4x4 (1990–1992): Note 1 rund 48.000 €, Note 2 rund 32.000 €, Note 3 rund 22.000 €. Der Dreitürer (1986–1987) liegt deutlich darüber, als Richtwerte gelten Note 1 rund 90.000 €, Note 2 rund 55.000–60.000 € und Note 3 rund 45.000 €. Beispiele aus 2026: Ein sehr guter Sapphire 2WD erzielte bei Iconic 33.750 £ (rund 40.500 €), ein 4x4 bei Anglia Car Auctions 27.270 £ (rund 32.700 €), ein originaler Dreitürer im Mai in Großbritannien 74.583 £ (rund 89.400 €).
Wie erkenne ich einen echten Cosworth? +
Fälschungen sind laut Classic & Sports Car verbreitet. Fahrgestellnummer im Brief mit Typschild am Schlossträger und der Prägung neben dem Fahrersitz vergleichen; beim Dreitürer beginnt sie mit WF0EXXGBBE. Nachgeschlagene oder überschweißte Nummern sind ein Alarmzeichen. Die Motornummer des YB-Motors sitzt am Block. Beim RS500 Fahrgestell- und Motornummer gegen die bekannten RS500-Nummernbereiche prüfen lassen. Ein normaler Sierra mit Cosworth-Optik ist kein Cosworth.
Was ist der RS500 und warum ist er so teuer? +
Der RS500 ist die Evolutionsversion für die Gruppe-A-Tourenwagen, 1987 bei Aston Martin Tickford in Bedworth aus 500 in Genk gebauten Dreitürern umgebaut. Änderungen: verstärkter YBD-Motorblock, größerer Garrett-T04-Lader, größerer Ladeluftkühler, stärkere Kraftstoffpumpe, ein zweiter Satz von vier Einspritzdüsen (im Straßenauto nicht angeschlossen), zusätzliche untere Heckspoiler-Ebene und geänderte Frontschürze; 224 bhp (rund 227 PS). Laut Motor Sport waren 392 schwarz, 56 weiß und 52 Moonstone Blue. Die kleine Stückzahl und die Erfolge (DTM-Titel 1988 durch Klaus Ludwig, BTCC-Titel 1990 durch Robb Gravett) erklären den Preis.
Wie viel kostet die Wartung eines Sierra Cosworth? +
Wartung gehört in eine Werkstatt mit Cosworth-Erfahrung. Der Zahnriemen ist laut Classic & Sports Car alle 30.000 Meilen bzw. fünf Jahre fällig, eine Motorrevision kostet laut derselben Quelle 3.000–5.000 £. Wichtig sind eine einwandfreie Kraftstoffversorgung und funktionierende Kühlerlüfter. Als Richtwert für regelmäßige Nutzung nennt diese Kaufberatung 2.300–4.500 € pro Jahr inklusive Versicherung und Steuer.
Worauf kommt es beim Werterhalt an? +
Auf Originalität und belegte Identität: unverbastelte Autos mit nachvollziehbarer Fahrgestell- und Motornummer, ohne schwere Unfall- oder Diebstahlhistorie und mit lückenloser Wartung erzielen die höchsten Preise. Tuning-Umbauten und Nachbauten werden deutlich niedriger gehandelt.
Welche Rost-Stellen sind beim Sierra Cosworth besonders kritisch? +
Schweller innen und außen, A-Säulen, Radhäuser hinter den Kunststoffverbreiterungen, Federbeindome, Innenkotflügel und Stirnwand, hintere Längsträger nahe den Federaufnahmen sowie der Kofferraumboden und die Öffnung unter den Dichtungen. Nachgebende Federbeindome zeigen sich an starkem negativem Sturz vorne. Auch nach versteckten Unfallschäden unter Kofferraummatte und Verkleidungen suchen.
Welche Klassik-Versicherung empfiehlt sich für den Cosworth? +
Für einen Sierra Cosworth empfiehlt sich eine Oldtimer-Versicherung mit vereinbartem Wert auf Basis eines aktuellen Wertgutachtens. Die Prämie hängt von Wert, Fahrleistung, Abstellplatz und Fahrerprofil ab; Angebote mehrerer Spezialversicherer vergleichen.

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Quellen und weiterführende Informationen
Stand: Oktober 2026