MARKTWERT 2026

VW Käfer 1303 / 1303 S

Limousine · 1303 / 1303 S · 1972–1975

VW Käfer 1303 (Spätserien)
Foto: User Ewok Slayer on en.wikipedia · frei verwendbar · Wikimedia Commons

VW Käfer 1303 / 1303 S (Limousine, 1972–1975). Detail-Daten zu Motoren, Schwachstellen und Marktwert.

Marktwerte nach Zustand

Marktwert-Range mit ±15% Schwankungsbreite. Tatsächlicher Wert variiert je nach Laufleistung, Historie, Originalität und Region.

Zustand Marktwert-Range
Zustand 1 (Topzustand) 17.000 – 23.000 €
Zustand 2 (Gut) 11.900 – 16.099 €
Zustand 3 (Gepflegt) 7.650 – 10.350 €
Zustand 4 (Alltag) 3.825 – 5.175 €
Zustand 5 (Restobjekt) 2.125 – 2.875 €
Bauzeitraum
1972 – 1975
Versicherung (Zustand 2)
280–392 €/Jahr
Produktionszahl
916.713 Limousinen 1303 (1972–1975, laut Auto Bild Klassik); Käfer-Cabriolets insgesamt 331.847 (1949–1980, Volkswagen); Käfer gesamt 21.529.464 (1938–2003)
H-Kennzeichen ab
2002

Über den VW Käfer 1303 / 1303 S

Über den VW Käfer 1303 / 1303 S

Vom VW Käfer entstanden zwischen 1938 und 2003 insgesamt 21.529.464 Exemplare. Der 1303 ist die letzte große Überarbeitung des Käfers: Er kam nach den Werksferien im August 1972 zum Modelljahr 1973, mit großer, gewölbter Panorama-Windschutzscheibe, gepolstertem Armaturenbrett und größeren Rückleuchten („Elefantenfüße“). Vom Vorgänger 1302 (ab August 1970) übernahm er die McPherson-Vorderachse und die Schräglenker-Hinterachse. Die Limousine lief in Wolfsburg bis 1. Juli 1974 und in Emden bis 31. Juli 1975; laut Auto Bild Klassik entstanden 916.713 Limousinen. Danach baute VW in Europa nur noch den Käfer 1200 (Emden bis 19. Januar 1978). Das Cabriolet 1303 LS fertigte Karmann in Osnabrück bis 10. Januar 1980 (eigene Modellseite). Die Mexiko-Käfer aus Puebla (bis 30. Juli 2003) basieren nicht auf dem 1303, sondern auf dem Standard-Käfer.

Motorisierungen

  • → Vierzylinder-Boxer 1,2 l (34 PS): im 1303 A, der ab 1973 angebotenen Sparversion mit dem Motor des Käfer 1200. Luftgekühlt, Viergang-Schaltgetriebe.
  • → Vierzylinder-Boxer 1,3 l (44 PS, 32 kW): Grundmotor des 1303.
  • → Vierzylinder-Boxer 1,6 l (50 PS, 37 kW): im 1303 S und im 1303 LS, auch im Sondermodell „Gelb-Schwarzer Renner“ (GSR) unverändert.
  • → Mexiko-Motor (kein 1303): Der Mexiko-Käfer 1600 aus Puebla hatte einen 1,6-Liter-Boxer mit 46 PS (34 kW), ab 1992 (Typ 121) mit Einspritzung und Katalysator.

Karosserie-Varianten

  • → Käfer 1303 / 1303 S / 1303 LS Limousine (August 1972 bis Juli 1975): Panorama-Windschutzscheibe, gepolstertes Armaturenbrett mit Kippschaltern, McPherson-Vorderachse, Schräglenker-Hinterachse, ab 1974 Zahnstangenlenkung. Danach in Europa nur noch der Käfer 1200 bis Januar 1978.
  • → Cabriolet 1303 LS (Modelljahr 1973 bis Januar 1980): gebaut von Karmann in Osnabrück, 1,6 l mit 50 PS. Von allen Käfer-Cabriolets (1949–1980) entstanden 331.847 Stück. Eigene Modellseite.
  • → Mexiko-Käfer (Puebla, 1967–2003): kein 1303, sondern Standard-Käfer; offizielle Lieferung nach Deutschland bis August 1985. Zum Schluss die „Última Edición“ mit 3.000 Stück (2003).

Typische Schwachstellen

Vor dem Kauf besonders auf diese bekannten Schwachstellen achten:

  • ! Wärmetauscher (Heizung): bei Undichtigkeit gelangen Abgase in den Innenraum. Abgasgeruch bei laufender Heizung ist ein Warnzeichen.
  • ! Rost an Lampentöpfen, an Tür- und Kotflügelnähten sowie an den Schwellern.
  • ! Federbeindome der McPherson-Vorderachse (1302/1303-spezifisch) auf Rost prüfen.
  • ! Leichter Ölverlust am luftgekühlten Boxer ist normal, stärkere Undichtigkeiten nicht.
  • ! Nachbau-Karosserie- und Gummiteile schwanken stark in der Qualität; Teile für Sondermodelle sind rar.
  • ! GSR („Gelb-Schwarzer Renner“): von 3.500 Exemplaren blieben laut Auto Bild nur rund 100 Originale übrig, daher Echtheit genau prüfen.

Worauf beim Kauf achten

  • ✓ Karosserie: Lampentöpfe, Tür- und Kotflügelnähte und Schweller auf Rost prüfen
  • ✓ Karosserie: Federbeindome, Längsträger und Bodenwannen auf der Hebebühne ansehen
  • ✓ Motor und Antrieb: bei laufender Heizung auf Abgasgeruch im Innenraum achten (Wärmetauscher)
  • ✓ Motor und Antrieb: Vergaser-Standgas und Beschleunigung
  • ✓ Cabrio-Spezifika: Verdeck mehrfach öffnen/schließen
  • ✓ Cabrio-Spezifika: Stoff-Zustand prüfen
  • ✓ Dokumentation: Volkswagen-Zertifikat über Volkswagen Classic Parts (Ausstattung, Motor, Lack, Produktions- und Auslieferungsdatum), bei Sondermodellen wie dem GSR besonders wichtig
  • ✓ Dokumentation: Erstzulassungs-Nachweis

Genauen Wert für deinen VW Käfer 1303 / 1303 S berechnen

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Modell
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Baujahr
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Zustand

In welchem Zustand?

Ehrlich einschätzen — der Zustand beeinflusst den Wert mehr als jedes andere Merkmal.

Häufige Fragen zum VW Käfer 1303 / 1303 S

Was ist ein VW Käfer 1303 wert? +
Ein 1303 in gutem Zustand (Note 2) liegt im Oktober 2026 bei rund 14.000 €, Topzustand (Note 1) bei rund 20.000 €, Restaurierungsobjekte (Note 5) ab etwa 2.500 €. Das Sondermodell „Gelb-Schwarzer Renner“ (3.500 Stück, 1973) wird deutlich höher gehandelt, laut Auto Bild über 40.000 €. Das Karmann-Cabriolet liegt klar über der Limousine, siehe eigene Modellseite.
Was ist das Besondere am 1303? +
Der 1303 (ab August 1972) brachte die große, gewölbte Panorama-Windschutzscheibe, ein gepolstertes Armaturenbrett mit Kippschaltern und größere Rückleuchten. McPherson-Vorderachse und Schräglenker-Hinterachse hatte bereits der 1302 ab 1970. Der 1303 war die letzte große Überarbeitung des Käfers; die Limousine lief bis Juli 1975, danach nur noch der Käfer 1200.
Was unterscheidet Mexiko-Käfer von deutschen Käfern? +
Mexiko-Käfer aus Puebla (1967–2003) sind keine 1303, sondern Standard-Käfer. Ab 1978 kamen die in Deutschland verkauften Käfer aus Mexiko, die letzte offizielle Lieferung kam im August 1985. Ab 1992 (Typ 121) hatten die Mexiko-Käfer einen 1,6-Liter-Motor mit Einspritzung und Katalysator (46 PS). Am gefragtesten ist die „Última Edición“ von 2003 mit 3.000 Stück; laut Auto Bild zahlen Sammler dafür über 35.000 €. Ein H-Kennzeichen gibt es erst 30 Jahre nach Erstzulassung.
Wie viele Käfer wurden insgesamt gebaut? +
Volkswagen nennt 21.529.464 Käfer zwischen 1938 und 2003. Davon entstanden knapp 15,8 Millionen in Deutschland. Der letzte Käfer lief am 30. Juli 2003 in Puebla (Mexiko) vom Band. Käfer-Cabriolets von Karmann: 331.847 Stück (1949–1980).
Welche Motoren gab es im 1303? +
Der 1303 hatte einen 1,3-Liter-Boxer mit 44 PS, der 1303 S einen 1,6-Liter mit 50 PS. Ab 1973 gab es zusätzlich den 1303 A mit dem 34-PS-Motor des Käfer 1200. Eine belegte Haltbarkeits-Rangliste gibt es nicht; entscheidend sind Wartungszustand und dichte Wärmetauscher.

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Datenquellen
Marktwerte: Stand Oktober 2026. Daten dienen als Indikation, keine Bewertung einzelner Fahrzeuge.