MARKTWERT 2026

Opel Kadett E

Schrägheck, Stufenheck und Caravan · 1,2 bis 1,8 Liter · 1984–1991

Opel Kadett E Hatchback
Foto: Niels de Wit from Lunteren, The Netherlands · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons

Der Opel Kadett E lief von August 1984 bis Juli 1991 vom Band, das Cabrio noch bis Mai 1993, und wurde 1985 zum Auto des Jahres gewählt. Mit insgesamt 3.779.286 gebauten Exemplaren ist er heute ein günstiger Einstieg in die Opel-Youngtimer-Welt und noch gut verfügbar, wirklich gute Exemplare sind aber selten geworden, weil Rost an Schwellern, Radläufen und Unterboden vielen Wagen zugesetzt hat.

Marktwerte nach Zustand

Marktwert-Range mit ±15% Schwankungsbreite. Tatsächlicher Wert variiert je nach Laufleistung, Historie, Originalität und Region.

Zustand Marktwert-Range
Zustand 1 (Topzustand) 7.225 – 9.775 €
Zustand 2 (Gut) 3.825 – 5.175 €
Zustand 3 (Gepflegt) 1.955 – 2.645 €
Zustand 4 (Alltag) 765 – 1.035 €
Zustand 5 (Restobjekt) 255 – 345 €
Bauzeitraum
1984 – 1991
Versicherung (Zustand 2)
280–380 €/Jahr
Produktionszahl
3.779.286 (alle Kadett E einschließlich Cabrio, Lieferwagen, Combo und Vauxhall-Anteil, August 1984 bis Mai 1993)
H-Kennzeichen ab
2014

Über den Opel Kadett E

Der Kadett E ersetzte im August 1984 den Kadett D, mit dem er sich die Plattform teilte, und bot eine deutlich windschlüpfigere Karosserie (cw 0,32 beim Schrägheck). Zum Start gab es drei- und fünftürige Schrägheckversionen sowie den Caravan mit drei oder fünf Türen, im September 1985 folgte die viertürige Stufenhecklimousine („Formheck“), im Mai 1987 das von Opel entworfene und bei Bertone in Turin gebaute Cabrio. Sportliches Aushängeschild war in Deutschland von Anfang an der GSi, zunächst mit 1,8-l-Einspritzer und 115 PS, ab Herbst 1986 mit 2,0 Litern, ab Frühjahr 1988 auch als GSi 16V mit 150 PS (mit Katalysator). Die Bezeichnung GTE trug das britische Schwestermodell Vauxhall Astra.

Für Einsteiger sind heute die Volumenversionen mit 1,3-, 1,4- und 1,6-Liter-Motoren interessant: einfache Technik, viele Ersatzteile und niedrige Preise. Cabrio und GSi werden höher gehandelt, der GSi 16V hat eine eigene Modellseite.

Als Karosserie-Tipp: Der Caravan ist die praktische Alternative; in den Ausstattungen Club und Club Spezial übernahm er Ausstattungsmerkmale des Kadett GT.

Motorisierungen

  • → 1,2-l-OHV-Vierzylinder 12SC, 55 PS, Vergaser, 1984–1986
  • → 1,3 Liter 13N, 60 PS, Vergaser, 1984–1987 (danach 13NB bis 1989); 1,3i C13N mit Katalysator, 60 PS, 1986–1990
  • → 1,3 S 13S, 75 PS, Vergaser, 1984–1986
  • → 1,4 Liter: 1,4i C14NZ mit Katalysator 60 PS (1989–1991), 1,4 S 14NV 75 PS (1990–1991), 1,4 Si C14SE 82 PS (1989–1991)
  • → 1,6 Liter: 1,6 S 16SH 90 PS (1984–1986), 1,6 S 16SV 82 PS (1986–1988), 1,6i C16LZ/C16NZ mit Katalysator 75 PS (ab 1986 bzw. 1987)
  • → 1,8 Liter: GSi 18E 115 PS (1984–1986), 1,8i C18NE mit Katalysator 100 PS (1985–1988), 1,8 S 84 PS (1987–1988), 1,8i C18NZ 90 PS (1990–1991)
  • → 2,0 Liter 8V: C20NE mit Katalysator 115 PS (GSi, GT Stufenheck, Cabrio, ab 1986), 20SEH ohne Katalysator 130 PS (GSi, 1986–1989)
  • → 2,0-l-16V im GSi 16V: C20XE mit Katalysator 150 PS (ab März 1988), 20XE ohne Katalysator 156 PS (Export)
  • → Diesel: 1,6 D 54 PS (1984–1989), 1,7 D 57 PS (1989–1991), 1,5 TD von Isuzu 72 PS (1988–1991)

Karosserie-Varianten

  • → Schrägheck 3-türig (1984–1991)
  • → Schrägheck 5-türig (1984–1991)
  • → Stufenheck 4-türig, bei Opel „Formheck“ (September 1985 bis 1991)
  • → Caravan 3- und 5-türig (1984–1991), dreitürig auch als Lieferwagen ohne hintere Seitenfenster
  • → Cabrio, entworfen von Opel, gebaut bei Bertone in Turin (Mai 1987 bis Mai 1993)

Typische Schwachstellen

Vor dem Kauf besonders auf diese bekannten Schwachstellen achten:

  • ! Rost an Schwellern, Radläufen, Fensterrahmen, Unterboden und Auspuffanlage; Fahrzeuge mit Schiebedach sind laut Fachpresse am häufigsten betroffen.
  • ! Typische Konstruktionsschwäche ist eine horizontale Falz oben in den hinteren Radhäusern, an der Wasser steht; dazu die gebördelte Radlaufkante, Endspitzen, Batteriefach und die vorderen Querlenkeraufnahmen genau prüfen.
  • ! Tachometer und Kilometerzähler fallen gerne aus, auch das Rädchen zum Dimmen der Instrumentenbeleuchtung ist anfällig; Laufleistung deshalb anhand von Belegen prüfen.
  • ! Der geklebte Dachhimmel löst sich mit den Jahren, bei hohen Laufleistungen scheuern die Sitzwangen durch.
  • ! Cabrio: Die Karosserie rostet an denselben Stellen; zusätzlich Verdeck, Verdeckmechanik und Dichtungen gründlich prüfen.

Worauf beim Kauf achten

  • ✓ Für Einsteiger sind die Volumenversionen mit 1,3-, 1,4- und 1,6-Liter-Motor die günstigste Wahl; GSi und GSi 16V werden deutlich höher gehandelt.
  • ✓ Cabrio nur nach gründlicher Rostprüfung kaufen; es wurde von Mai 1987 bis Mai 1993 bei Bertone in Turin gebaut.
  • ✓ Karosserie-Check zwingend: Schweller, Radläufe, Fensterrahmen und Unterboden sind die entscheidenden Stellen.
  • ✓ Der Caravan ist eine praktische Alternative; die Ausstattungen Club und Club Spezial übernahmen Merkmale des Kadett GT.
  • ✓ Scheckheft und Nachweise zum Zahnriemenwechsel verlangen; das Intervall nach Herstellervorgabe und Alter des Riemens beachten.
  • ✓ Innenraum bewerten: Dachhimmel, Sitzwangen und Instrumentenbeleuchtung sind typische Baustellen.
  • ✓ H-Kennzeichen: Erstzulassung plus 30 Jahre; die letzten Schrägheck-, Stufenheck- und Caravan-Modelle von 1991 können seit 2021 ein H-Kennzeichen bekommen, Cabrios von 1993 seit 2023, jeweils mit bestandenem Oldtimer-Gutachten.

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Ehrlich einschätzen — der Zustand beeinflusst den Wert mehr als jedes andere Merkmal.

Häufige Fragen zum Opel Kadett E

Was ist ein Opel Kadett E (Basis) 2026 wert? +
Ein Kadett E in Volumenausstattung (1,2 bis 1,8 Liter, Schrägheck, Stufenheck oder Caravan) liegt nach Chromradar-Einschätzung (Stand November 2026) in gutem Zustand (Note 2) bei rund 4.500 Euro, Spitzenexemplare (Note 1) bei rund 8.500 Euro. Fahrbereite Gebrauchsfahrzeuge (Note 3) kosten rund 2.300 Euro, Restaurierungsobjekte (Note 5) um 300 Euro. GSi und vor allem GSi 16V liegen deutlich darüber; für ein gutes Cabrio (Note 2) liegt der Chromradar-Richtwert bei rund 6.000 Euro.
Kadett E vs Astra F, welcher ist der bessere Klassiker? +
Der Astra F löste den Kadett E ab Herbst 1991 ab und ist technisch moderner. Der Kadett E war 1985 Auto des Jahres und ist der letzte Opel-Kompakte, der in Deutschland Kadett hieß. Für einen günstigen Einstieg ist der Kadett E die naheliegende Wahl; wer einen sportlichen Opel-Kompakten sucht, vergleicht Kadett GSi 16V und Astra F GSi 16V.
Gibt es ein Kadett E Cabrio? +
Ja. Das Kadett E Cabrio kam im Mai 1987 auf den Markt; entworfen hat es Opel, gebaut wurde es bis Mai 1993 bei Bertone in Turin. Es ist die einzige offene Karosserieform des Kadett E und hieß ab August 1991 im Verkauf nur noch „Opel Cabrio“. Für ein gutes Cabrio (Note 2) liegt der Chromradar-Richtwert bei rund 6.000 Euro, Spitzenexemplare um 11.000 Euro (Stand November 2026); Verdeck- und Karosseriezustand bestimmen den Preis.
Welche Motorisierung im Kadett E ist am robustesten? +
Der stärkste Achtventiler war der 2,0-l-Einspritzer 20SEH mit 130 PS im GSi (ohne Katalysator), mit Katalysator leistete der C20NE 115 PS; noch stärker ist nur der GSi 16V. Die Fachpresse beschreibt die Technik des Kadett E (am Beispiel GSi 16V) als sehr robust und langlebig. Bei den OHC-Motoren treibt ein Zahnriemen die Nockenwelle an; dessen regelmäßiger Wechsel sollte belegt sein.
Wie hoch ist die Versicherung für einen Kadett E? +
Konkrete Prämien hängen von Versicherer, versichertem Wert, Zustand und Fahrleistung ab; belastbare Durchschnittswerte für den Kadett E liegen uns nicht vor. Weil sich Klassik-Tarife am versicherten Wert orientieren, ist die Prämie bei einem Volumen-Kadett meist niedrig, Cabrio und GSi kosten entsprechend mehr. Mit H-Kennzeichen beträgt die Kfz-Steuer pauschal 191,73 Euro im Jahr.
Ist der Kadett E heute noch ein Alltagsauto? +
Als reines Alltagsauto braucht der Kadett E heute viel Pflege, vor allem beim Rostschutz. Für Ausfahrten am Wochenende eignet er sich gut. ABS gab es auf Wunsch, etwa beim GSi, und serienmäßig in Sondermodellen wie CS und Frisco; moderne Assistenzsysteme fehlen. Eine Kilometerbegrenzung gibt es beim H-Kennzeichen nicht: Laut ADAC gelten dieselben Bedingungen wie bei einer regulären Zulassung, einzige Abweichung ist die pauschale Kfz-Steuer.
Wo finde ich einen guten Kadett E? +
Angebote finden sich vor allem bei mobile.de, AutoScout24 und classic-trader.com; im November 2026 listete AutoScout24 in Deutschland 29 Kadett mit Erstzulassung 1984–1991. Beim Kauf zwingend: Schweller, Radläufe, Fensterrahmen und Unterboden prüfen, Lackschichtdicke messen, Zahnriemen-Nachweis verlangen und die Laufleistung anhand von Belegen prüfen, weil Tachos gern ausfallen. Bei GSi, GSi 16V oder Cabrio lohnt sich ein Gutachten durch einen Opel-erfahrenen Sachverständigen; Markenclubs helfen bei der Suche nach gepflegten Fahrzeugen.

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Datenquellen
Marktwerte: Stand November 2026. Daten dienen als Indikation, keine Bewertung einzelner Fahrzeuge.